24.11.2010 | 00:26

Sobotka zur Evaluierung von „Vorsorge aktiv"

Bringt mehr Lebensqualität und ist volkswirtschaftlich sinnvoll

Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka und Prof. Gerald Gartlehner, Leiter des Departments für evidenzbasierte Medizin an der Donau-Universität Krems, präsentierten heute, Mittwoch, 24. November, in St. Pölten die Ergebnisse der Evaluierung von „Vorsorge aktiv" und stellten die Ergebnisse eines gesundheitsökonomischen Modells vor.

„Niederösterreich hat in den letzten Jahren alle Vorsorgeinitiativen gebündelt und mit der jetzigen Evaluierung auch den Nachweis erbracht, wie sehr die Maßnahmen den Gesundheitszustand der Bevölkerung heben", meinte Sobotka. Aufgabe der  Gesundheitsvorsorge sei es, den Menschen mehr Lebensqualität im Alter, aber auch in allen anderen Lebensphasen, zu ermöglichen bzw. die Eigenverantwortung zu stärken. Nur wer gesund alt werde, habe eine höhere Lebensqualität und gleichzeitig weniger Pflegebedarf oder Krankenhausaufenthalte, was auch volkswirtschaftlich sinnvoll sei. „Damit können langfristig die Steigerungen bei den Ausgaben im Gesundheitsbereich gering gehalten werden", meinte der Landeshauptmann-Stellvertreter.

Das NÖ Vorsorgepaket mit zehn Schnelltests habe einen aktiven Nutzen für die Menschen und diene einer ersten Erhebung des Gesundheitszustandes, so Sobotka weiter. „Laut einer aktuellen Erhebung sind 96 Prozent der Bezieher des Vorsorgepakets mit dem Inhalt und den Tests sehr zufrieden, und ein Drittel davon geht in der Folge auch zur Vorsorgeuntersuchung", erklärte Sobotka. Voraussetzung für eine Aufnahme in das „Vorsorge aktiv"-Programm ist eine absolvierte Vorsorgeuntersuchung beim Arzt, der ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko beim Patienten feststellt. Die Teilnehmer treffen sich dann sechs Monate regelmäßig in einer Gruppe zur aktiven Bewegung.

Dieses „Vorsorge aktiv"-Programm des Landes wurde nun untersucht, bewertet und in seiner Auswirkung dargestellt. „Die Evaluierung von 356 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zeigt überraschend große Verbesserungen beim Gesundheitszustand", betonte Sobotka. Aufgrund der positiven Ergebnisse habe man das Programm bereits auf 46 Standorte und mehr als 800 Personen in ganz Niederösterreich ausgeweitet, meinte der Landeshauptmann-Stellvertreter abschließend.

„Das gesundheitsökonomische Modell zeigt, dass das Programm ‚Vorsorge aktiv\' in den nächsten zehn Jahren sowohl zu einer Reduktion von Todesfällen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen als auch zu mehr Lebensqualität im Alter führen wird", sagte Gartlehner.

Nähere Informationen: Büro LH-Stv. Sobotka, Mag. (FH) Eberhard Blumenthal, Telefon 02742/9005-12221, http://www.gesundesnoe.at/.

 

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