23.09.2010 | 10:59

Maßnahmenpaket gegen hohe Grundwasserstände fixiert

Pernkopf: Unterstützung für Betroffene und Gemeinden

Außergewöhnlich hohe Grundwasserstände führen derzeit in mehreren Regionen Ostösterreichs zu erheblichen Schäden an Gebäuden durch überschwemmte Keller. Betroffen sind in Niederösterreich das Tullnerfeld, das Marchfeld und Teile des südlichen Wiener Beckens. Alleine in Niederösterreich sind rund 1.100 Keller betroffen. Niederösterreichs Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, Bundesminister DI Niki Berlakovich und Mag. Alfred Riedl, Präsident des Gemeindevertreterverbandes der VP NÖ, haben gestern, Mittwoch, 22. September, für Niederösterreich ein umfangreiches Maßnahmenpaket im Ausmaß von 16,6 Millionen Euro fixiert, um die Situation zu verbessern und die Betroffenen zu unterstützen.

Für Pernkopf und Riedl ist das Paket eine wichtige Unterstützung für die Bevölkerung und die Gemeinden: „Wir lassen die Betroffenen nicht alleine und helfen, Probleme zu lösen." „Wir haben uns intensiv mit dem Land Niederösterreich und den Betroffenen auseinandergesetzt und alle rechtlichen und technisch machbaren Lösungen wiederholt durchgespielt", ergänzte Berlakovich.

Ursache für die hohen Grundwasserstände sind die weit überdurchschnittlichen Niederschläge der letzten Jahre. Mit Ausnahme von 2003 lagen die jährlichen Regenmengen seit dem Jahr 2002 immer über dem langjährigen Durchschnitt. Besonders gravierend waren das Jahr 2009 und der bisherige Verlauf von 2010. So wurde etwa im Tullnerfeld schon zur Jahresmitte die sonst übliche Jahresmenge an Regen verzeichnet. Ähnliche Grundwasserstände wie derzeit gab es im Tullnerfeld und im Marchfeld zuletzt Mitte der 1960er-Jahre.

Kernpunkte des Maßnahmenpaketes sind großräumige Pumpmaßnahmen, wie sie derzeit bereits im Tullnerfeld laufen. Das Land Niederösterreich wird die Gemeinden bei den dafür nötigen Planungen sowie bei den Anschaffungen für Pumpen und Rohrleitungen unterstützen. Weiters sollen Gräben und Gerinne geräumt und tiefer gelegt werden, um das Abfließen des Wassers zu verbessern. Für solche Maßnahmen wurde eine Drittelfinanzierung von Bund, Land und Gemeinden vereinbart. Zudem erhöht das Land Niederösterreich die Mittel aus der NÖ Wohnbauförderung für nachträgliche Abdichtungsmaßnahmen an bestehenden Gebäuden. Demnach werden bis zu 50 Prozent bzw. maximal 15.000 Euro der Abdichtungskosten vom Land übernommen. Dafür bietet Niederösterreich auch eine kostenlose Beratung durch Baufachleute des Landes und der Landesinnung Bau vor Ort an, um zu entscheiden, ob im Einzelfall eine Sanierung im Keller möglich oder ein Verlegen in ein Ersatznebengebäude sinnvoller ist. In Summe sieht das Paket in den nächsten drei Jahren Maßnahmen in Höhe von 16,6 Millionen Euro vor. Bund und Land stellen dafür zusätzlich 10,15 Millionen Euro zur Verfügung.

Weitere Informationen: Büro Landesrat Pernkopf, Klaus Luif, e-mail klaus.luif@noel.gv.at, Telefon 02742 / 9005-12705.

 

 

 

 

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