15.09.2010 | 13:38

VCÖ-Mobilitätspreis geht an „Energieausweis für Siedlungen"

Pernkopf: NÖ setzt vor allem auf Bewusstseinsbildung

Das Land Niederösterreich habe eine Reihe von Initiativen im Bereich der umweltgerechten Mobilität gestartet und setze vor allem auch auf Bewusstseinbildung, sagte Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, als er heute, Mittwoch, 15. September, gemeinsam mit Christian Gratzer vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ) den Gewinner des VCÖ-Mobilitätspreises präsentierte. Thema des diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreises in Niederösterreich war, wie bei gleich bleibender Mobilität der Energieverbrauch des Verkehrs verringert werden kann. Gewinner des Preises ist das Allander Unternehmen Emrich Consulting, das einen speziellen Energieausweis für Siedlungen entwickelt hat.   

„Eine Mobilitätserhebung des Landes Niederösterreich zeigt, dass jede zwölfte Autofahrt kürzer als ein Kilometer ist, fast 50 Prozent der Autofahrten sind kürzer als fünf Kilometer und fast 25 Prozent der Autofahrten sind kürzer als 2,5 Kilometer", betonte dabei Pernkopf: „Vor allem auf dem ersten Kilometer brauchen Autos viel Treibstoff und kurze Distanzen können oft problemlos mit dem Rad zurückgelegt werden", meinte Pernkopf. Die Strategie des Landes Niederösterreich sei es daher, den Verkehr zu vermeiden, zu verlagern bzw. zu verringern. Dies trage wesentlich dazu bei, einerseits den Kohlendioxidausstoß zu reduzieren und andererseits die privaten Haushalte und Betriebe finanziell zu entlasten, erinnerte der Landesrat.

Als Beispiel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs hob der Landesrat insbesondere das neue Linienbussystem für das Waldviertel hervor. „Insgesamt bieten 21 neue Buslinien seit letzten Dezember ein neues Mobilitätsangebot für rund 200.000 Menschen an, was vor allem den 50.000 Pendlerinnen und Pendlern den Weg in die Arbeit erleichtert", so Pernkopf.

Als weitere wesentliche Punkte sprach der Landesrat die Europäische Mobilitätswoche, die vom 16. bis 22. September stattfindet, und den „RADLrekordTag" am Samstag, 18. September an, wo in 140 Städten und Gemeinden in ganz Niederösterreich verschiedenste Aktionen und Projekte stattfinden, die auf die Vorteile alternativer Fortbewegungsmittel hinweisen. „Abgesehen davon will das Land Niederösterreich mit der Initiative Radland den Radverkehr in Niederösterreich verdoppeln", erinnerte Pernkopf.

In diesem Zusammenhang soll das Fahrradverleihsystem „Leihradl-nextbike" mit 163 Verleihstationen in 68 Gemeinden und 43 Bahnhöfen in den nächsten Jahren auf ganz Niederösterreich erweitert werden, kündigte der Landesrat an. Parallel dazu werde die Elektromobilität in der Pilotregion Wachau mit einem ganzen Netz an Ladetankstellen verwirklicht und im Bereich der sanften Mobilität gebe es für Elektrofahrräder eine Landesförderung in der Höhe von 20 Prozent der Investitionskosten bzw. maximal 300 Euro, meinte Pernkopf abschließend.

„Die Zeit des billigen Erdöls geht langsam aber sicher zu Ende. Es ist daher im Interesse der privaten Haushalte und der Wirtschaft, den Energieverbrauch des Verkehrs deutlich zu verringern", stellten Christian Gratzer vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ) und Alois Ometzberger vom ÖBB-Postbus fest.

Nähere Informationen: Büro LR Pernkopf, Klaus Luif, Telefon 02742/9005-12705, e-mail klaus.luif@noel.gv.at, www.vcoe.at/.

 

 

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