02.09.2010 | 14:10

Neue Förderung für Fahrzeuge mit Alternativantrieben in NÖ

Pernkopf: Wir setzen auf moderne und saubere Mobilität

In keinem Bereich werden in Österreich die Klimaziele so weit verfehlt wie im Verkehrssektor: Der VCÖ meldet ein Plus bei den Treibhausgasemissionen um mehr als 60 Prozent seit 1990. Auch in Niederösterreich ist der Verkehrssektor für rund ein Viertel aller Treibhausgasemissionen verantwortlich. Mit der Etablierung umweltfreundlicher Antriebskonzepte wird seitens des Landes gegengesteuert.

Aktuell hat Energie-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf eine neue Förderung für Fahrzeuge mit Alternativantrieben vorgestellt. Rückwirkend mit Jahresbeginn 2010 können Privatpersonen für den Ankauf von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben (bzw. deren Umrüstung) einen Zuschuss von 700 Euro erhalten. Die Förderung gilt für Erdgas-, Pflanzenöl-, Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Für die Nutzung von Bioethanol als Treibstoff wird eine Treibstoffförderung in der Höhe von 50 Prozent bzw. maximal 700 Euro vergeben.

Erstmals können auch Fahrschulen und Taxiunternehmen im Rahmen dieser Aktion eine Förderung erhalten: 2.000 Euro für Autos mit Erdgas-, Pflanzenöl-, Hybrid- und Elektroantrieb sowie 50 Prozent (bzw. maximal 2.000 Euro) als Treibstoffförderung bei Bioethanol-Fahrzeugen.

Im Rahmen einer weiteren Initiative von Landesrat Pernkopf wurden heuer bereits mehr als 3.300 Elektro-Fahrräder und 100 Elektro-Scooter gefördert: „Wir wollen verstärkt auf Alternativ-Antriebe und Alternativ-Kraftstoffe aufmerksam machen und Bewusstsein schaffen: Es gibt Alternativen zu Diesel und Benzin, die gleichen Komfort bieten, teilweise günstiger im Betrieb sind und obendrein positive Umweltauswirkungen zeigen." Mit der Förderung für Fahrschulen soll verstärkt die Jugend mit dem Thema erreicht werden. Taxis wiederum stellen gute Werbeträger für neue Antriebskonzepte dar.

Damit der Umweltaspekt auch tatsächlich Berücksichtigung findet, gibt es beim Verbrauch der Fahrzeuge eine entsprechende Einschränkung in der Förderung: Förderungswürdig sind nur jene Fahrzeuge, die eine maximale CO2-Emission von 160 g/km aufweisen. Hybridantriebe dürfen max. 120 g/km emittieren.

Auch alternatives Tanken ist in Niederösterreich kein Problem mehr. Es gibt bereits ein flächendeckendes Tankstellennetz für Erd- bzw. Biogas mit rund 35 Tankstellen sowie für Bioethanol mit ca. 15 Tankstellen. Elektroautos können ohnehin bei jeder Steckdose getankt werden. Offiziell sind in Niederösterreich mehr als 1.000 Elektrotankstellen registriert.

Weitere Information beim Amt der NÖ Landesregierung, Geschäftsstelle für Energiewirtschaft, Telefon 02742/9005-14790, e-mail post.wst6energie@noel.gv.at, www.noe.gv.at/Energie bzw. beim Büro LR Pernkopf, Klaus Luif, Telefon 02742/9005-12705, e-mail klaus.luif@noel.gv.at.

 

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