09.08.2010 | 14:23

„Veterinär-Jahresbericht 2009" erschienen

Pernkopf: Wandel vom Akuteinsatz zur Prävention

„In den letzten Jahren zeigt sich im Bereich des Veterinärwesens ein deutlicher Wandel weg vom Akuteinsatz im Krisenfall hin zur Prävention", erklärt Agrar-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf im kürzlich erschienenen „Veterinär-Jahresbericht 2009".

Die Seuchenprävention zeigte sich erstmals im Jahr 2008 als neue Strategie der Europäischen Union. Damals waren in Österreich Fälle von Blauzungenkrankheit aufgetreten und bundesweite Impfungen aller betroffenen Tierbestände durch das Bundesministerium für Gesundheit angeordnet worden. Die Herausforderung einer flächendeckenden Blauzungenimpfung im darauf folgenden Jahr konnte durch die Zusammenarbeit der niederösterreichischen AmtstierärztInnen und AmtsärztInnen, der praktischen TierärztInnen und der Landwirtschaft gemeistert werden.

Weiters wurden im Jahr 2009 periodische Untersuchungen durchgeführt, um Krankheiten wie z. B. Tuberkulose, Leukose oder Brucellose vorzubeugen. Die staatlich geförderte Bekämpfung der Tuberkulose der Rinder und Ziegen findet seither im Rahmen der Schlachttier- und Fleischuntersuchung statt.

Die Feststellung von Krankheitsursachen verendeter Tiere leistet einen wesentlichen Beitrag zur Seuchenprävention. Im Jahr 2009 wurden bei 6.940 Tieren - Rindern, Schafen und Ziegen - Proben entnommen und untersucht. Die durchgeführten Sektionen spiegeln eine günstige Seuchensituation im Nutztiersektor wider und geben derzeit keinen Anlass zur Besorgnis.

Im Zusammenhang mit verendeten Jungtieren sind seitens des Tiergesundheitsdienstes weitere Untersuchungen und Prüfungen vorgesehen.

Nähere Informationen: Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Veterinärangelegenheiten und Lebensmittelkontrolle, Hofrat Dr. Franz Karner, Telefon 02742/9005-12750, e-mail franz.karner@noel.gv.at.

 

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