27.07.2010 | 13:38

LH Pröll übernimmt Patenschaft für Konikpferd-Fohlen in Loosdorf

„Das Gefühl für die Schöpfung und die Natur nicht verlieren"

Im Naturschutzgebiet Loosdorf entlang der Pielachauen wurde heute, Dienstag, 27. Juli, ein gesundes weibliches Fohlen einer Konikpferdestute auf den Namen „Sissi" getauft. Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll hat die Patenschaft für den jungen Zuwachs übernommen, eines von insgesamt zehn Tieren, die mittlerweile eine Herde von Konikpferden bilden. Der Konik, polnisch für „kleines Pferdchen", ist eine sehr seltene Ponyrasse aus dem mittelosteuropäischen Raum.

Diese Veranstaltung sei ein wichtiges Signal für die Gemeinde, habe aber auch Symbolkraft über die Region hinaus, betonte Pröll und erinnerte in diesem Zusammenhang insbesondere an den Fortschritt in der Kommunikationstechnik und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Lebensqualität der Menschen.

Es sei wichtig, derartige Oasen in Form eines Naturschutzgebietes zu schaffen, damit sich wieder die Chancen und die Möglichkeiten für die Menschen eröffnen, mit der Natur auf „Du und Du" zu sein und „dieses Juwel nicht nur im Hirn, sondern auch im Herzen verspüren zu können", meinte der Landeshauptmann.

Gleichzeitig sei diese Oase in Loosdorf ein Ort der Erholung und des Auftankens, wo auch die Chance bestehe, sich selber mit der Tierwelt zu konfrontieren, erklärte Pröll weiter. Besonders müsse auch den Kindern die Chance eröffnet werden, mit der Tierwelt stärker in Kontakt zu treten, auf diesem Weg auch mit der Natur achtsam umzugehen bzw. den Respekt im Umgang mit der Umwelt zu fördern. „Der moralische Fortschritt eines Staates zeigt sich im Umgang mit den Tieren", zitierte der Landeshauptmann abschließend.

In dem von der Europäischen Union geförderten Naturschutzgebiet in Loosdorf haben auf einem rund 40 Hektar großen, eingezäunten Areal die Konikpferde im Rahmen eines Weideprojektes die Aufgabe, das Gebiet offen zu halten, d. h. vor Verbuschung und Verholzung frei zu halten. Hatte es beim Start des Weideprojektes im Jahr 2007 erst drei Konikpferde gegeben, sind jetzt bereits zehn auf den Wiesen, drei weitere Fohlen werden bereits erwartet.

 

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