17.05.2010 | 13:32

20 Jahre Arbeitsgemeinschaft Donauländer

LH Pröll: „Am Weg in die Zukunft auf grenzüberschreitende Zusammenarbeit bauen"

Auf den Tag genau vor zwanzig Jahren wurde im Jahr 1990 in der Wachau von 14 Mitgliedern die Arbeitsgemeinschaft der Donauländer mit dem Ziel der überregionalen Zusammenarbeit gegründet. Heute zählt die ARGE 38 Mitglieder in zehn Anrainerstaaten der Donau, vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer. Anlässlich des zwanzigjährigen Gründungsjubiläums fand am heutigen Montag, 17. Mai, ein Festakt im Festsaal des Wiener Rathauses, wo derzeit auch die 20. Konferenz der Regierungschefs der ARGE Donauländer abgehalten wird, statt. Im Zuge der Veranstaltung wurde an Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Bürgermeister Dr. Michael Häupl der erstmals vergebene Ehrenring der Arbeitsgemeinschaft Donauländer verliehen.

„Die Donau wird auch in Zukunft eine bedeutende Rolle einnehmen", betonte Landeshauptmann Pröll in seiner Festrede. Am Weg in die Zukunft gelte es, „auf grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu bauen", betonte Pröll. Das Land Niederösterreich habe dabei „viele Initiativen im Dialog und in der Aktion" gesetzt, so der Landeshauptmann, der dabei auf das Europaforum Wachau, die grenzüberschreitende NÖ Landesausstellung im Jahr 2009 und auf die Brücke zwischen Schloss Hof und der Region Bratislava verwies. „Wir leben in einer Zeit, in der wir Brücken bauen und nicht Brücken abreißen", so Pröll.

„Europa muss auf die Regionen setzen", meinte der NÖ Landeshauptmann weiters im Blick auf die Weiterführung der EU-Förderung für Ziel 2-Gebiete ab 2014. Die Regionen müssten „eine stabile Achse" bilden. „Europa braucht jede Initiative, die trotz der Unterschiedlichkeit in Gemeinsamkeit mündet. Die ARGE Donauländer ist dafür ein gutes Beispiel", gratulierte Pröll abschließend zum Jubiläum.

„Die Donau ist in ihrer Vielfalt ein Spiegelbild Europas", sagte Bürgermeister Häupl in seinen Worten. Die ARGE Donauländer habe wesentlich dazu beigetragen, nach der Trennung durch den Eisernen Vorhang „unterbrochene Verbindungen wieder aufzunehmen und neue zu knüpfen". Die wichtigsten Herausforderungen der ARGE lägen in den Bereichen Wirtschaft und Innovation, Umwelt und Hochwasserschutz, Verkehr und Mobilität sowie Tourismus und Freizeit, so der Wiener Bürgermeister. „Die ARGE Donauländer wird auch weiterhin ihren Platz in einem großen gemeinsamen Europa haben", so Häupl abschließend.

Im Zuge des Festaktes erhielt Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll „für seine permanente Unterstützung der regionalen Zusammenarbeit im Donauraum" den Ehrenring und das Ehrengeschenk der ARGE Donauländer, ebenso erhielt diese Auszeichnungen Bürgermeister Dr. Michael Häupl „für seine Verdienste um die Kooperation zwischen Städten und Regionen besonders im Donauraum".

Das Ehrengeschenk erhielten auch der niederösterreichische Landesamtsdirektor Dr. Werner Seif, der Wiener Magistrats- und Landesamtsdirektor Dr. Ernst Theimer, der Präsident des Komitates Bacs-Kiskun Bányai Gábor (stellvertretend entgegen genommen durch Amtsdirektor Dr. Ferency István), der Altpräsident des Komitates Bacs-Kiskun Dr. Balogh László, der Amtsdirektor des Komitates Bacs-Kiskun Dr. Ferenczi István sowie Präsident Prof. Gerhard Skoff (stellvertretend entgegen genommen durch Generalsekretärin Ursula Deutsch).

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