29.04.2010 | 13:34

Aktuelle Studie zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf präsentiert

Mikl-Leitner: Zukunftsfrage für unsere Gesellschaft

„In der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit Blick auf die Väterkarenz liegt der Schlüssel zu mehr Kindern", sagte Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner heute, 29. April, bei einer Pressekonferenz in St. Pölten. „Immer weniger junge Familien sagen ‚Ja zu Kindern\' und viele Frauen wollen nicht die alleinige Verantwortung für die Kindererziehung tragen", betonte die Landesrätin.

Das Land Niederösterreich habe ein qualitativ hochwertiges Betreuungsangebot und eine breite Förderpalette geschaffen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. „Die Kindergartenoffensive des Landes, wodurch auch Zweieinhalbjährige einen Kindergarten besuchen können, schließt eine Lücke zwischen dem Auslaufen des Karenzgeldes und dem Eintritt in den Kindergarten. In den letzten Jahren ist jeder zweite Kindergarten in Niederösterreich neu errichtet, saniert oder erweitert worden", so die Landesrätin. Dadurch habe auch der Arbeitsmarkt einen Impuls erhalten, insgesamt seien 2.000 Pädagoginnen neu angestellt worden. Als Beispiele für weitere Angebote des Landes hob die Landesrätin insbesondere die Nachmittagsbetreuungen in Kindergärten und Schulen, die 1.500 NÖ Tagesmütter und die Horte hervor. Auch im NÖ Landesdienst werden seit dem Jahr 2005 neue karenz- und dienstrechtliche Rahmenbedingungen angeboten, damit die Verbindung von Familie und Beruf besser gelingt.

Laut einer aktuellen Studie von Prof. Dr. Erich Lehner (Universität Klagenfurt) wünschen sich rund 62 Prozent der Männer hierzulande in Karenz zu gehen. Der Anteil der Väter, die sich aber tatsächlich für die Erziehung eine Auszeit nehmen, sei mit 4 Prozent viel zu gering, so Mikl-Leitner. „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird zur Zukunftsfrage für unsere Gesellschaft. Die Aufgabe liegt in einem gesellschaftlichen Umdenken", erklärte Mikl-Leitner.

In Bezug auf die Bevölkerungsentwicklung betonte Mikl-Leitner die Wichtigkeit, die Geburtenrate in ganz Österreich zu erhöhen. „Bis zum Jahr 2030 wird sich die Zahl der 80-Jährigen verdoppelt und die Zahl der 90-Jährigen verdreifacht haben. Immer mehr ältere Menschen stehen immer weniger jungen Menschen gegenüber, was auch eine Gefahr für das Sozialsystem darstellt", erinnerte Mikl-Leitner abschließend.

Nähere Informationen: Büro LR Mikl-Leitner, Mag. Susanne Schiller, Telefon 02742/9005-12600.  

 

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