08.10.2009 | 00:53

25 Jahre Luftgüteüberwachung in Niederösterreich

Pernkopf: Flächendeckende Überwachung zum Schutz der Bevölkerung

Im Oktober 1984 wurde in Wiener Neustadt die erste Messstelle des NÖ Luftgütemessnetzes errichtet. In den Jahren danach erfolgte ein zügiger Ausbau,

so dass heute mit 43 stationären und 5 mobilen Messstellen die Luftgüte in Niederösterreich flächendeckend überwacht wird.

Die Messungen liefern Daten, auf deren Basis Vorsorge für den Gesundheitsschutz getroffen werden kann. Daher stehen die Luftgütemessstellen auch meist dort, wo Menschen wohnen, leben oder arbeiten. Messstellen werden aber zudem auch bei vermuteten neuralgischen Stellen aufgestellt, wie z.B. in der Nähe von Autobahnen.

„Saubere Luft ist ein wichtiges Gut, das es zu bewahren gilt. Daher ist es wichtig, dass dieses moderne Messnetz in Niederösterreich weiterhin auf diesem hohen Qualitätsstandard erhalten bleibt. Die Bestandsaufnahme der Luftqualität und die Beobachtung von Entwicklungen sind ein wichtiges Instrument, um in der Umweltpolitik die richtigen Entscheidungen für eine Verbesserung bzw. den Erhalt einer guten Umwelt zu treffen", betont dazu Umwelt-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf.

Die Messungen dienen der tagtäglichen Information über den Zustand der Luft. Dies ist wichtig, damit bei der Feststellung erhöhter Konzentrationen die Bevölkerung gewarnt werden kann, Trends der Luftqualität regelmäßig beobachtet werden und Sanierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität kontrolliert werden können. Gemessen werden Schwefeldioxid, Stickoxide, Ozon, Feinstaub und Kohlenmonoxid. Zusätzlich werden die meteorologischen Parameter Windrichtung, Windgeschwindigkeit, Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit erfasst; sie eignen sich zur Interpretation von Messperioden mit erhöhten Belastungen.

Bei Schwefeldioxid ist es gelungen, die Belastungen im Lauf der letzten Jahre stark abzusenken. Bei Stickstoffdioxid verursachte die Einführung des Katalysators Mitte der achtziger Jahre eine Abnahme der Immissionen. Auch die Konzentrationen von Staub haben seit Beginn der Messungen abgenommen. Jedoch verlagerte sich der Schwerpunkt des Interesses zu Staubfraktionen mit kleineren Durchmessern, die gesundheitsschädlicher sind.

Gerade dieser Schadstoff zeigt, dass die Luft nicht an den Grenzen unseres Landes Halt macht. Studien haben gezeigt, dass bis zu 50 Prozent des Feinstaubs aus dem benachbarten Ausland nach Niederösterreich importiert werden. Hier müssen verstärkt internationale Anstrengungen auf Ebene der EU getroffen werden, um das Belastungsniveau gesamteuropäisch abzusenken. Auf Landesebene wurden durch einen umfassenden Maßnahmenkatalog erste Schritte zur Reduktion von Feinstaub gesetzt.

Ein wichtiger Aspekt der NÖ Luftgüteüberwachung ist die Information der Bürgerinnen und Bürger. Die gemessenen Daten werden sofort unter http://www.numbis.at/ veröffentlicht und sind daher jederzeit ganz aktuell verfügbar. Unter der Telefonnummer 02742/9005-11000 sind die aktuellen Daten ebenfalls zu erfragen.

Weitere Informationen: Büro LR Dr. Pernkopf, e-mail klaus.luif@noel.gv.at, Telefon 02742/9005-12705.

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