08.10.2009 | 09:52

Startschuss für Weinkompetenzzentrum in Krems

Penz, Pernkopf: „Meilenstein für Aus- und Weiterbildung der Weinbauern"

In der Obst- und Weinbauschule in Krems informierten Landtagspräsident Ing. Hans Penz und Landesrat Dr. Stephan Pernkopf gestern, 7. Oktober, über das geplante Weinkompetenzzentrum in Krems. Die Errichtung des Weinkompetenzzentrums bezeichnete Penz dabei als „Jahrhundertprojekt", das erst kürzlich vom NÖ Landtag beschlossen wurde.

„Niederösterreich hat 13.000 Weinbaubetriebe mit einer Gesamtfläche von rund 31.000 Hektar", sagte Penz. Es gelte nun, den Weinbauern und der Jugend nicht nur eine entsprechende Aus- und Weiterbildung in den Landwirtschaftlichen Fachschulen zu ermöglichen, sondern die Weinbaubetriebe bei ihren wirtschaftlichen Herausforderungen auch erfolgreich zu begleiten.

Das Weinkompetenzzentrum wird auf dem Areal der Landwirtschaftlichen Fachschule Krems errichtet. Im Kompetenzzentrum sind Weißwein- und Rotweinverarbeitung samt Lagerung, Barriquelager, Verkaufsraum sowie Verkostraum geplant. Penz: „Durch den fixierten Einzug der Außenstelle Krems des Bundesamtes für Weinbau entsteht in unmittelbarer Nähe zur Bezirksbauernkammer Krems und zum Weinlabor der Landwirtschaftlichen Fachschule Krems ein konzentriertes Bildungs- und Beratungszentrum für die gesamte Region."

In der Außenstelle Krems werden jährlich rund 9.500 Qualitätsweine von rund 2.500 Weinbaubetrieben analysiert und untersucht. Dazu kommen weitere 7.000 Privatproben. Die Investitionen für das neue Weinkompetenzzentrum belaufen sich auf 5,7 Millionen Euro. Durch den Einzug des Bundesamtes für Weinbau erhöhen sich die Investitionskosten um 600.000 Euro.

„Das Weinkompetenzzentrum in Krems ist eine Win-win-Situation für alle Beteiligten", sagte Landesrat Pernkopf. „Diese Einrichtung wird wesentlich dazu beitragen, einerseits eine wichtige Anlaufstelle für die Winzer zu werden und andererseits in Verbindung mit der Landwirtschaftlichen Fachschule Krems Theorie und Praxis miteinander zu verbinden." Das Land werde in den nächsten vier Jahren in die niederösterreichischen Landwirtschaftlichen Schulen rund 48 Millionen Euro investieren, führte Pernkopf weiter aus, der auch betonte: „Wir schaffen und sichern mit den Bauprojekten in allen Landesteilen viele Arbeitsplätze, was gerade jetzt besonders wichtig ist." Dieses Ausbauprogramm diene somit auch der Konjunkturbelebung. Die Landwirtschaftlichen Schulen erschließen außerdem laufend neue Zielgruppen und verzeichnen steigende Schülerzahlen. „Seit dem Jahr 2000 ist die Schülerzahl um 30 Prozent gestiegen", so Pernkopf abschließend.

Laut dem Direktor der Wein- und Obstbauschule Krems, Dieter Faltl, soll im neuen Weinkompetenzzentrum erstmals die Ernte 2013 verarbeitet werden.

 

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