21.09.2009 | 13:13

„Die Welt der Venus"

Von Krems aus auf den Spuren der Venusstatuetten Europas

Unter dem Titel „Die Welt der Venus" wird diese Woche - konkret von Donnerstag, 24., bis Samstag, 26. September - in Krems, Willendorf und Mikulov eine „Reise in das Paläolithikum von Frankreich bis Russland" abgehalten. Renommierte internationale WissenschafterInnen geben dabei Antworten auf Fragen über die prähistorische Welt der Venusstatuetten in Europa.

Im Rahmen dieser von der NÖ Landesakademie und dem NÖ Frauenreferat veranstalteten „Reise" wird ein Blick auf prähistorische, europäische Kulturwunder bzw. auf das Kulturband geworfen, das den Kontinent schon vor zehntausenden Jahren einte und das Gebiet Österreich/Tschechien zum Transformationspunkt des westlichen und östlichen Europas machte. Als Botschafterinnen dieser Zeit gelten die Venus von Willendorf, die Venus von Dolní Vestonice, die Venus von Kostienki oder auch die Venus aus der Schwäbischen Alp.

Am Vormittag des ersten Veranstaltungstages, der sich speziell an SchülerInnen und StudentInnen richtet, wird im Audimax der Donau Universität Krems von 9 bis 12 Uhr Mag. Anita Lackenbergers und Mag. Gerhard Maders Film „Venuswelten - oder als der Homo Sapiens Europa eroberte" gezeigt. Im Zuge dessen werden auch namhafte WissenschafterInnen unter verschiedenen Aspekten in „Die Welt der Venus" entführen. Zwischen 18 und 21.30 Uhr wird dann am selben Ort das Wissenschaftliche Symposium zur Veranstaltung abgehalten, wobei neben Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner und der Kremser Bürgermeisterin Ingeborg Rinke auch der Direktor des Regionalmuseums Mikulov oder der Projektleiter der NÖ Landesakademie zu Wort kommen werden. Nach den Einleitungen und Begrüßungen sowie der nochmaligen Vorführung des Films „Venuswelten" steht eine Gesprächsrunde mit renommierten internationalen WissenschafterInnen am Programm.

Am Freitag, 25. September, wird an Bord der „MS Austria Princess" eine Reise in das Paläolithikum unternommen, die um 8.45 Uhr in Krems startet und bis Höhe Melk und wieder retour bis Spitz führt, wo von Bord gegangen wird, um das „Venusium" und die Fundstätte der Venus von Willendorf zu besichtigen. An Bord des Schiffes kann Vorträgen von WissenschafterInnen u. a. des Naturhistorischen Museums Wien, der Russian Academy of Sciences, der Universitá di Pisa oder auch der University of California gelauscht werden. Im Anschluss an die bis etwa 17 Uhr dauernde Schifffahrt besteht die Möglichkeit, die Fundstelle der „Fanny, Venus vom Galgenberg" in Krems zu besichtigen. Auch ein Heurigenbesuch steht auf dem Programm.

Am Samstag, 26. September, kann schließlich an einer Exkursion zu den Venus-Fundstellen in Tschechien teilgenommen werden, wobei um 9 Uhr von Krems aus gestartet wird. Um 19 Uhr kommen die ExkursionsteilnehmerInnen wieder in Krems an.

Die Veranstaltungen sind Teil eines großen europäischen Projekts (EU-Programm „European Territorial Cooperation") mit dem Titel „Venus von Willendorf & Venus von Dolni Vestonice". Projektträger ist die NÖ Landesakademie in Kooperation mit dem Regionalmuseum Mikulov in Tschechien. Ziele des Projekts sind einerseits die Intensivierung der wissenschaftlichen Kooperationen zwischen Österreich und Tschechien und zwischen „Osten" und „Westen", andererseits die Beleuchtung des besagten Kulturbandes.

Der Besuch der genannten Veranstaltungen ist - inklusive Führungen - kostenfrei; für die Kosten der persönlichen Verpflegung und für den etwaigen Bustransfer nach Tschechien müssen die TeilnehmerInnen selbst aufkommen.

Nähere Informationen und Anmeldung: NÖ Landesakademie, Gernot Hohenwarter, Telefon 02742/294-17470, e-mail gernot.hohenwarter@noe-lak.at bzw. info@projektvenus.eu, http://www.noe-lak.at/, http://www.projektvenus.eu/.

 

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