11.09.2009 | 09:49

Kurse zur Errichtung von Trockensteinmauern

Traditionelles Handwerk erlernen

Über das Projekt „Weinbaulandschaften im Biosphärenpark Wienerwald" konnten im heurigen Sommer gemeinsam mit der Wein- und Obstbauschule Krems zwei dreitägige Kurse zur Errichtung von Trockensteinmauern direkt an der Thermenlinie organisiert werden. Der erste Kurs fand in der Marktgemeinde Perchtoldsdorf statt, der zweite wurde kürzlich in der Stadtgemeinde Traiskirchen abgehalten. Bei beiden Kursen gab bzw. gibt es Kooperationen mit Winzern. Die für den Erhalt der Artenvielfalt und der Kulturlandschaft wichtige Kunst des Trockensteinmauernbaus soll auch im kommenden Jahr wieder erlernbar sein; es sind für 2010 zwei weitere Kurse geplant.

Beim Trockenbau von Steinmauern - das heißt das Bauen eines Mauerwerkes durch das Legen und Verkeilen der Steine ohne Zement - handelt es sich um ein Jahrhunderte altes, traditionelles Handwerk. Der Dimension des jeweiligen Bauwerkes sind dabei kaum Grenzen gesetzt; die mit 23 Metern höchste Trockensteinmauer, die bereits beinahe 100 Jahre alt ist, ist beispielsweise in Frankreich zu finden. Aber auch Brücken, Lawinenverbauungen, Hütten, Gewölbe oder auch Sitzbänke können so errichtet werden.

Die in Trockenbauweise errichteten Steinmauern bieten zahlreiche Vorteile. So halten diese Mauern etwa bei fachkundiger handwerklicher Fertigung aufgrund ihrer Wasserdurchlässigkeit heftigen Niederschlägen wesentlich besser Stand als Betonmauern. Zudem sind sie bei Frost und Pflanzenbewuchs elastischer, passen sich an und sind dennoch stabil. Für zahlreiche Tierarten wie Insekten, Reptilien, Amphibien und sogar Fledermäuse bieten sie schließlich einen hervorragenden Lebensraum.

Die Trockenbauweise war in den vergangenen 60 Jahren in Vergessenheit geraten. Seit einigen Jahren werden nun aber Kurse zum Trockenmauerbau im Umfeld von Krems durchgeführt. Durch die Kooperation zwischen dem Biosphärenpark Wienerwald und der Wein- und Obstbauschule Krems können nun auch im Wienerwald Kurse angeboten werden, die sich vor allem an die WinzerInnen der Region wenden.

Nähere Informationen: http://www.bpww.at/.

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