07.07.2009 | 11:43

Gestern 230 Feuerwehren mit 3.900 Mitgliedern im Einsatz

Einsatzschwerpunkt Stadt und Bezirk St. Pölten

Landesweit waren gestern, Montag, 6. Juli, 230 Feuerwehren mit 3.900 Mitgliedern im Einsatz. Alleine im Bezirk St. Pölten kämpften 1.500 Feuerwehrleute gegen die Überschwemmungen, 700 davon im Stadtgebiet. Damit hat sich die Gesamtzahl der in ganz Niederösterreich eingesetzten Feuerwehrmitglieder in den vergangenen 14 Tagen auf fast 20.000 erhöht. Aktuell sind 28 Feuerwehren mit etwa 250 Mitgliedern mit Sicherungs- und Aufräumarbeiten beschäftigt; es wird im Tagesverlauf mit weiteren Unwettern und lokalen Überflutungen gerechnet.

Am mittlerweile 14. Tag der Einsätze gegen Hochwasser und Starkregenfälle wurde gestern der Bezirk St. Pölten - insbesondere das Stadtgebiet - zum Einsatzschwerpunkt. Im Bezirk mussten 140 Feuerwehren mit über 1.500 Mitgliedern unter anderem mehrere Menschen und Tiere vor den Fluten retten. Der Katastrophenalarm wurde in der Landeshauptstadt um 17 Uhr ausgelöst; der Nadelbach, der in den letzen Tagen bereits zweimal weit über seine Ufer getreten war, legte noch weitere 15 Zentimeter zu und überschwemmte neuerlich weite Gebiete, unter anderem den Alpenbahnhof. Auch der Europaplatz wurde überschwemmt.

In den Abendstunden wurden Feuerwehrkräfte auch zur Unterstützung des Bundesheeres in die Hesserkaserne entsandt, um mit Großpumpenanlagen überflutete Depots auszupumpen. Weiters standen in dieser Ausnahmesituation unzählige Wohnungen, Häuser und Betriebsobjekte unter Wasser, auch zahlreiche Verkehrswege mussten freigemacht werden. Auch die Sandsäcke für den Hochwasserschutz gingen kurzfristig zur Neige; Nachschub wurde aus der Landes-Feuerwehrschule in Tulln beschafft. Zur Unterstützung der lokalen Kräfte wurden zwei Züge des Katastrophenhilfsdienstes der NÖ Feuerwehren in den Bezirk St. Pölten entsandt.

Abgesehen vom Bezirk bzw. der Stadt St. Pölten gab es gestern schwere Unwetter auch in den Bezirken Krems, Baden, Tulln, Mödling und Bruck an der Leitha. Im Bezirk Krems waren zunächst 42 Feuerwehren mit der Beseitigung von Vermurungen, dem Freimachen von Verkehrswegen sowie mit Auspumparbeiten beschäftigt, da schwere Gewitter binnen kürzester Zeit mehrere Bäche und den Kremsfluss rasant ansteigen ließen. Gegen Nachmittag verlagerte sich der Schwerpunkt der Einsätze in die Bezirke Baden, Tulln, Mödling und Bruck an der Leitha; mehrere Ortschaften in Niederösterreich waren zeitweise von der Umwelt abgeschnitten.

Für heute, Dienstag, 7. Juli, droht ab Mittag wieder Gewittergefahr. Für die späten Nachmittagsstunden wird von Westen her eine Kaltfront erwartet, vor der Kaltfront bilden sich Gewitter und man rechnet mit lokalen Überflutungen. Ein ähnlicher Wetterverlauf wie gestern ist zu erwarten.

Nähere Informationen: Landesfeuerwehrkommando NÖ, Mag. Thomas Neuhauser, Telefon 0664/101 00 00, e-mail Thomas.Neuhauser@noel.gv.at.

 

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