06.07.2009 | 10:13

„Der Mehrwert der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit"

Grenzregionen Österreich - Bayern - Tschechien ziehen an einem Strang

Erstmals in der Geschichte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Österreich und seinen Nachbarstaaten fand kürzlich im Dreiländereck Österreich - Bayern - Tschechien eine gemeinsame ExpertInnenkonferenz der drei Mitgliedsstaaten statt. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Der Mehrwert der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit".

Nach dem erfolgreichen Abschluss der beiden bilateralen EU-Förderprogramme aus INTERREG seit dem Jahr 2000, bei denen insgesamt knapp 1.000 grenzüberschreitende Projekte mit einem EU-Fördervolumen von 85 Millionen Euro umgesetzt wurden, konnte dabei eine erste gemeinsame Zwischenbilanz über den Programmablauf der neuen Förderperiode 2007 - 2013 gezogen werden.

Über 100 VertreterInnen aus Politik und Verwaltung aus Österreich, Tschechien und Bayern diskutierten über den Nutzen und den Mehrwert dieser grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. „Die Anstoßfinanzierung der Europäischen Kommission bewirkte, dass nachhaltig mit unseren Nachbarn auf der anderen Seite der Grenze auf vielen Ebenen kooperiert wird", stellte etwa der tschechische Vizeminister Jiří Vačkář fest.

Der Nutzen für die Grenzregionen und deren Bevölkerung sei offensichtlich und führe zu einem besseren Miteinander der Regionen, betonte Olivier Baudelet von der Europäischen Kommission. Der Bürgermeister von Ulrichsberg, Wilfried Kellermann, betonte die vielen positiven Ergebnisse dieser Zusammenarbeit. Mit Projekten wie beispielsweise der grenzüberschreitenden Landesausstellung zwischen Niederösterreich und Tschechien werde Europa für den Bürger spürbar.

Von den für den Zeitraum 2007 - 2013 von der EU bereitgestellten 161 Millionen Euro wurde bereits eine Vielzahl an Projekten mit einem Gesamtvolumen von 75 Millionen Euro gestartet. Weitere zehn Projekte wurden im Rahmen der Sitzung genehmigt, darunter die Europaregion Donau-Moldau, die touristische Pferderegion Bayern-Tirol oder ein Forschungsprojekt zur nachhaltigen Sicherung der Almen. „Diese Initiativen beleben den Grenzraum und sichern in diesen schwierigen Zeiten Arbeitsplätze", unterstrich Mag. Dr. Bernhard Köhle vom Amt der NÖ Landesregierung.

Nähere Informationen beim Amt der NÖ Landesregierung / Abteilung Raumordnung und Regionalpolitik unter 02742/9005-15359, Mag. Dr. Bernhard Köhle, e-mail Bernhard.Koehle@noel.gv.at.

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