04.05.2009 | 09:31

St. Pölten feiert 850 Jahre Stadtrecht

LH Pröll: „Heute spürt man, welches Potenzial in Land und Stadt liegt"

Die älteste Stadt Österreichs feierte am Wochenende ein besonderes Jubiläum: Vor 850 Jahren, auf den Tag genau am 3. Mai 1159, hat der Passauer Bischof Konrad II. der heutigen niederösterreichischen Landeshauptstadt das nun älteste verbriefte Stadtrecht Österreichs verliehen. Der 850. Wiederkehr dieses Anlasses wurde am Sonntag im Landestheater mit einem großen und feierlichen Festakt, dem eine Vielzahl an prominenten Gästen beiwohnte, gedacht.

„Heute spürt man, welches Potenzial in Land und Stadt liegt", stellte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll im Rahmen des von zahlreichen jugendlichen Künstlerinnen und Künstlern gestalteten Festaktes fest. Es sei besonders erfreulich, welch großes Interesse die Jugend der Landeshauptstadt entgegen bringe. In den vergangenen Jahren habe man sich bemüht, aus dem Schatten des Eisernen Vorhanges und aus dem Schatten der Bundeshauptstadt herauszutreten. So sei seitens des Landes enorm viel in St. Pölten investiert worden, nannte Pröll etwa das Regierungsviertel, das Kulturviertel oder die Übernahmen von Krankenhaus und Theater als Beispiele. „Für St. Pölten hat dies eine vollkommen neue Zukunftsperspektive eröffnet", so der Landeshauptmann, der sich wünschte, „dass  sich die enge Identifikation zwischen Land und Landeshauptstadt weiter so entwickelt, denn dieses Miteinander hat in den letzten Jahren große Früchte getragen."

Bundespräsident Dr. Heinz Fischer betonte in seiner Festrede, es habe „sehr viel Mut, Lebenskraft und Zukunftsglaube" gebraucht, um „die Stadt zu dem zu machen, was sie heute ist". Der Bundespräsident: „Eine Stadt, die eine solche Geschichte hat, wo es die Bereitschaft zur Zusammenarbeit gibt und wo es eine viel versprechende Jugend gibt, dort gibt es auch Gestaltungsmöglichkeiten für die Zukunft."

Als weitere prominente Gratulanten stellten sich auch Nationalratspräsidentin Mag. Barbara Prammer und der St. Pöltner Diözesanbischof DDr. Klaus Küng ein. Der  St. Pöltner Bürgermeister Mag. Matthias Stadler sprach angesichts der zahlreichen Ehrengäste von einem „besonderen Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung".

Den Auftakt der Festveranstaltungen am Sonntag bildete ein Pontifikalamt im St. Pöltner Dom, das von Diözesanbischof Küng und dem Passauer Bischof Wilhelm Schraml zelebriert wurde. Noch bis heute Abend findet am Rathausplatz ein großer Mittelaltermarkt statt, der in die Zeit vor 850 Jahren zurückblicken lässt. Im Stadtmuseum und im Diözesanmuseum widmen sich umfassende Ausstellungen dem Jubiläum „850 Jahre Stadt St. Pölten".

 

 

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