28.04.2009 | 00:42

Interkulturelle Bildung für Kinder und Erwachsene startet jetzt neu

Mikl-Leitner: Bereits 10.000 Kindergartenkinder haben profitiert

„Die Sprachen unserer Nachbarländer zu lernen, räumt Kindern und Jugendlichen Startvorteile für das spätere Leben ein. Denn die sprachliche Kompetenz und das Verstehen des Nachbarn auf der anderen Seite der Grenze ermöglichen neue Perspektiven und Chancen", ist Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner überzeugt.

Für das neue grenzüberschreitende EU-Projekt „Interkulturelle Bildung für Kinder und Erwachsene" zwischen Niederösterreich und der Slowakei wurde jetzt in Höflein an der Donau der Startschuss gegeben. Dieses Projekt wird in 42 Kindergärten entlang der niederösterreichischen Grenze, in denen Slowakisch auf spielerische Art und Weise in den Kindergartenalltag integriert wird, und in 35 Kindergärten in der Slowakei, in denen Deutsch gelehrt wird, umgesetzt. Mikl-Leitner konnte sich im Kindergarten Höflein an der Donau auch ein Bild von der vorbildlichen Arbeit der muttersprachlichen Mitarbeiterinnen machen, die den Kindergartenkindern Slowakisch näher bringen.

Derzeit sind zehn muttersprachliche Mitarbeiterinnen in insgesamt 62 niederösterreichischen Kindergärten entlang der tschechischen und slowakischen Grenze tätig und vermitteln sprachliche Kompetenz auf spielerische Art und Weise. Insgesamt konnten bereits 10.000 Kindergartenkinder von der Sprachenoffensive in Tschechisch und Slowakisch profitieren, so Mikl-Leitner.

Ziel dieses Projektes ist eine engere Kooperation der Kindergärten sowie ein intensiverer grenzüberschreitender Austausch. Neben Kindergarten-Partnerschaften sollen dabei auch gemeinsame grenzüberschreitende Aktivitäten wie Wandertage und Exkursionen umgesetzt werden. Darüber hinaus werden Weiterbildungsangebote für Pädagoginnen offeriert.

Die Gelder zur Finanzierung des grenzüberschreitenden Projektes „Interkulturelle Bildung für Kinder und Erwachsene" setzen sich aus Mitteln des Landes Niederösterreich, der Slowakei sowie EU-Mitteln zusammen und belaufen sich insgesamt auf rund 1,5 Millionen Euro.

Eingebettet ist das Projekt in die breit angelegte NÖ Sprachenoffensive, die in Niederösterreich vor sechs Jahren gestartet wurde. Ziel der Sprachenoffensive sei es, die Barrieren in den Köpfen der Menschen abzubauen, indem man in der Schule und in den Kindergärten Basiswissen über die Nachbarländer, deren Kultur und Sprache vermittle, so Mikl-Leitner.

Nähere Informationen: Büro LR Mikl-Leitner, Mag Schiller, Telefon 02742/9005-12626, http://sprachen.noe-lak.at/

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