15.01.2009 | 00:19

NÖ Donaukraftwerke sorgen für sichere Stromversorgung

Potenzial bei heimischen Kleinwasserkraftwerken wird genutzt

Der plötzliche Lieferstopp von russischem Erdgas nach Österreich hat einmal mehr die hohe Bedeutung der inländischen Energiequellen für eine unabhängige Strom- und Wärmeversorgung deutlich gemacht. Einer der größten heimischen Energieproduzenten ist die Donau. Im Jahr 2008 haben die vier niederösterreichischen Donaukraftwerke Ybbs-Persenbeug, Melk, Altenwörth und Greifenstein insgesamt fast 6,5 Milliarden Kilowattstunden elektrischen Strom produziert. Damit lag die mit Hilfe der Donau-Wasserkraft in Niederösterreich erzeugte Energiemenge im Jahr 2008 um drei Prozent über der Produktionsmenge in einem Durchschnittsjahr.

Bei Verbund und EVN führt man die positive Bilanz auf die sehr gute Wasserführung der Donau zurück. Die insgesamt neun Laufkraftwerke an der Donau erzeugen pro Jahr zusammen mehr als zwölf Milliarden Kilowattstunden, das ist rund ein Viertel der gesamten heimischen Stromproduktion. In keinem anderen Donau-Anrainerstaat ist das Energiepotenzial so groß wie in Österreich, da die Donau auf einer Fließstrecke von 350 Kilometern zwischen Passau und Hainburg ein Gefälle von 150 Metern bewältigt.

Bei der Kleinwasserkraftnutzung gibt es in Niederösterreich nach Angaben von Experten noch ein Erweiterungs- und Ausbaupotenzial. Mit der NÖ Kleinwasserkraft-Förderung soll ein zusätzlicher Marktimpuls für Ökostrom geschaffen werden. Insgesamt gibt es in Niederösterreich rund 480 Kleinwasserkraftwerke mit einer Leistung von 92 Megawattstunden. Neben 67 EVN Kleinwasserkraftwerken mit einer Leistung von 36 Megawattstunden stehen noch weitere Anlagen kleiner Betreiber im Einsatz. Diese werden teilweise auch zur Deckung des Eigenbedarfs betrieben und speisen freie Energiemengen ins öffentliche Netz ein.

Nähere Informationen: http://www.evn.at/, http://www.verbund.at/

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