18.12.2008 | 00:02

Der neue NÖ Emissionskataster liegt vor

Plank: Luftgüte verbessert, aber weitere Anstrengungen nötig

„Niederösterreich verzeichnet Erfolge in der Verbesserung der Luftgütesituation, es sind aber weiterhin Anstrengungen bei Klimagasen, Stickoxiden und Staub erforderlich, um die internationalen Vorgaben zu erreichen", erklärte Landesrat Dipl. Ing. Josef Plank heute, 18. Dezember, bei der Präsentation des neuen NÖ Emissionskatasters in St. Pölten. Gegenüber vorhergehenden Untersuchungen zeige sich, dass „fast alle Schadstoffe im Vergleich zu 1976 gesunken sind, lediglich Kohlendioxid, das seit dem Jahr 1992 vergleichbar ist, steigt". Niederösterreich sei im Rahmen der Kyoto-Vereinbarungen, aber auch auf Grund anderer Konventionen und gesetzlicher Regelungen zur Reduktion von Luftverunreinigungen sowie zur Begrenzung des Treibhauseffektes verpflichtet, so Plank.

„Schwefeldioxid ist um 90 Prozent zurückgegangen, was in erster Linie auf die Entschwefelung von Treibstoffen zurückzuführen ist, Stickoxide sind etwa gleich geblieben, Kohlenstoffoxid ist um 42 Prozent und Fluorwasserstoff um 40 Prozent im Vergleich zu 1976 gesunken", sagte Plank. Im Gegensatz dazu sei eine Zunahme von Kohlendioxid seit dem Jahr 1992 um 15 Prozent sowie von Feinstaub um 14 Prozent zu verzeichnen. „Dieses überwiegend gute Gesamtergebnis bei der Luftgüte ist auf einen verbesserten Umgang mit Energieträgern und Energiegewinnungstechnologien zurückzuführen, ist aber auch Ausdruck für die gesteigerten Aktivitäten des Landes. Besonders der geringe Einsatz von schwerem Heizöl und die besseren Technologien haben Emissionen reduziert", so der Landesrat.  

Plank führt die bessere Luftgütesituation auf eine Reihe von Maßnahmen des Landes zurück, beispielsweise den Ausbau erneuerbarer Energien, die Initiative „Radland NÖ", die Förderung alternativer Treibstoffe, die thermische Sanierung von öffentlichen Gebäuden, die Steigerung der Energieeffizienz durch die NÖ Energieberatung oder die Aktion „Heizungscheck" der „umweltberatung" Niederösterreich. Schwerpunkte des neuen Klimaprogramms 2009-2012 seien die Umsetzung energetischer und ökologischer Standards für Neubauten, Verkehr vermeidende Strukturen sowie Mobilitätsmanagement.   

Der Emissionskataster des Landes Niederösterreich dient dazu, die wichtigsten in die Atmosphäre gelangenden Luftschadstoffe zu erheben und zu dokumentieren. Somit erhält man einen Überblick über den Anteil einzelner Emittenten an der Emission des jeweiligen Schadstoffes. Der Kataster ist u. a. funktionell in Gemeinden, Verkehr, Haushalte, Gewerbe und Industrie unterteilt. „Betrachtungen und Beurteilung von zeitlichen Entwicklungen liefern eine nützliche und notwendige Aussage darüber, wohin die allgemeine Emissionssituation steuert und ob gesetzte Steuerungsmechanismen auch zu den gewünschten Zielen führen", betonte Plank. Die wichtigsten Emissionsquellen Niederösterreichs sind u. a. die Sachgütererzeugung, der Straßenverkehr und die privaten Haushalte.

Nähere Informationen: Büro LR Plank, Klaus Luif, Telefon 02742/9005-12705, http://www.aeeg.at/, e-mail postbd4@noel.gv.at.

 

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