09.12.2008 | 10:13

EVN investiert über 750 Millionen Euro in Niederösterreich

Schwerpunkt liegt bei erneuerbarer Energie

Mehr als 750 Millionen Euro investiert die EVN in den nächsten beiden Jahren in Projekte in Niederösterreich, die dem verstärkten Einsatz erneuerbarer Energie, der Versorgungssicherheit und der Errichtung von Umweltanlagen dienen. Mittlerweile ist in Dürnrohr die Sanierung des bestehenden Wärmekraftwerks abgeschlossen und die neue Biomasse-Versuchsanlage fertig gestellt, die aus Feldbiomasse wie Stroh oder Luzerne Biogas erzeugt. In einem weiteren Schritt investiert die EVN bis zum Jahr 2010 weitere 200 Millionen Euro am Standort Dürnrohr.

Ein aktuelles Vorhaben ist die 31 Kilometer lange Fernwärmeleitung von den Kraftwerksanlagen in Dürnrohr nach St. Pölten, die  bereits im Herbst 2009 ihren Betrieb aufnehmen soll. Diese 35 Millionen Euro teure Leitung ist die längste ihrer Art in Österreich und wird jährlich rund 6.000 Fernwärmekunden in St. Pölten versorgen. Derzeit wird die erforderliche Fernwärme in St. Pölten zur Gänze aus Erdgas erzeugt, ab der Heizperiode 2009/2010 stammen dann zwei Drittel aus umweltfreundlicher Abwärme. Dadurch können jährlich rund 40.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Im Sommer 2009 nimmt auch die Linie 3 der EVN-Müllverbrennungsanlage in Dürnrohr ihren Betrieb auf, womit die Kapazität von 300.000 auf 500.000 Tonnen Müll im Jahr steigt. Errichtet wird auch um 21 Millionen Euro eine Energieverwertungszentrale zur Umwandlung des bei der Müllbehandlung entstehenden Prozessdampfes, die ab Herbst 2009 Strom für zusätzliche 70.000 Haushalte erzeugt. Weiters baut die EVN zur künftigen Anlieferung von Kohle und Biomasse ins Kraftwerk Dürnrohr ein oberirdisches Transportband vor der Donaulände, das Ende 2009 in Betrieb geht. Damit kann der Transportweg Donau noch besser genutzt und der Lkw-Verkehr in der Region verringert werden.

In überregionale Transportleitungen und die Modernisierung bestehender EVN-Kraftwerke fließen weitere 130 Millionen Euro. Mit Kosten von 250 Millionen Euro werden zwei große Gasleitungen von Gänserndorf bis an den Semmering sowie bis Amstetten errichtet. In neue Wasserkraftwerke und Windräder sollen in den nächsten zwei Jahren bis zu 100 Millionen Euro investiert werden. Das Wasserkraftwerk Zwettl wird am bestehenden historischen Standort gerade neu errichtet, ein Kraftwerk an der Ybbs soll ab 2009 revitalisiert werden. 

Nähere Informationen: EVN AG, Mag. Stefan Zach, Telefon 02236/200-122 94, http://www.evn.at/.

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