17.11.2008 | 00:38

Sanierung der Altlast „Tuttendorfer Breite" in Korneuburg

Plank: 40 Prozent der Altlasten-Mittel in Niederösterreich investiert

„Die ‚Tuttendorfer Breite\' in Korneuburg ist eine von derzeit 63 in Niederösterreich in den Altlastenatlas eingetragenen Altlasten", sagte Umwelt-Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank heute, 17. November, in Korneuburg beim Startschuss zur Sanierung dieser Altlast. Insgesamt gebe es in Niederösterreich rund 3.000 Altablagerungen und etwa 10.000 Altstandorte, davon seien ca. zwei Prozent wegen ihrer Umweltrelevanz als Altlast einzustufen. Von den derzeit 63 eingetragenen NÖ Altlasten sei bei 27 die Sanierung technisch abgeschlossen, bei weiteren elf werde die Sanierung derzeit durchgeführt, führte Plank aus.

Zudem sei Niederösterreich am Ende des Erhebungsprozesses, nach Abschluss der Erhebungen im Marchfeld und im Traisental wird dies in der Mitterndorfer Senke bis Mitte 2009 erfolgen, so dass innerhalb der nächsten zwei Jahre die systematische Erfassung aller niederösterreichischen Altstandorte abgeschlossen sein werde, so Plank. Finanziert wird die Altlastensanierung mittels des Altlastensanierungsbeitrages. Österreichweit liegt dieser seit 1990 bei 750 Millionen Euro. Niederösterreich hat davon rund ein Viertel eingebracht, gleichzeitig wurden 40 Prozent der Mittel (300 Millionen Euro) in Niederösterreich investiert.

Die Altlast „Tuttendorfer Breite" geht auf eine zwischen 1927 und 1960 betriebene Raffinerie zurück, unter der durch massive Kriegseinwirkungen im Zweiten Weltkrieg ein auf dem Grundwasser aufschwimmender Ölsee entstanden ist. Weil nach dem Verursacherprinzip niemand haftbar zu machen ist, übernimmt der Bund mit seiner Bundesaltlastensanierungsgesellschaft (BALSA) die Durchführung.

Das Areal, ca. 450 Meter östlich der Donau, ist rund 18 Hektar groß und weist eine zum Teil dichte Bebauung auf. Zum Einsatz gelangt eine Teilumschließung mittels Dichtwand inklusive Filterelementen. Erstmals in Österreich wird dabei ein biologisches Verfahren zum Schadstoffabbau angewendet. Die Gesamtkosten der auf 10 Jahre angelegten Sanierung inklusive Betriebskosten der Sicherung für die nächsten 10 bis 20 Jahre betragen ca. 20 Millionen Euro.

Nähere Informationen bei Milestones in Public Relations unter 01/230 60-4101, Mag. Julia Kent, e-mail julia.kent@minc.at, bzw. beim Büro LR Plank unter 02742/9005-12705, Klaus Luif, e-mail klaus.luif@noel.gv.at.

RÜCKFRAGEHINWEIS

Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Landesamtsdirektion - Pressedienst
E-Mail: presse@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-12163
Fax: 02742/9005-13550
Landhausplatz 1
3109 St. Pölten
© 2017 Amt der NÖ Landesregierung