15.10.2008 | 13:43

Krems: Österreichweit erste private rehabilitative Übergangspflege

Mikl-Leitner: Vorreiterrolle im Pflege- und Betreuungsbereich

Niederösterreich nehme im Pflege- und Betreuungsbereich eine Vorreiterrolle ein, sagte Landesrätin Mag. Johann Mikl-Leitner heute, 15. Oktober, bei der Präsentation der österreichweit ersten privaten rehabilitativen Übergangspflege im SeneCura Sozialzentrum Krems: Im stationären Bereich werde das Netz mit 650 zusätzlichen Betten bis 2011 jetzt noch engmaschiger geknüpft, von dem in Niederösterreich entwickelten 24-Stunden-Modell profitierten bereits 1.500 NiederösterreicherInnen (bei weiteren 1.500 Förderfällen im gesamten Restösterreich).

Das Modell der zeitbegrenzten Übergangspflege sei im Rosenheim Tulln erprobt und ab September bereits in vielen Landes-Pensionisten- und -Pflegeheimen implementiert worden, sodass innerhalb eines Jahres 200 PatientInnen betreut werden können, so Mikl-Leitner. Das nach - vom Land in baulicher und personeller Hinsicht definierten - Qualitätsstandards ausgerichtete Modell dient der Überbrückung zwischen der Entlassung aus dem Krankenhaus und der Rückkehr in die eigenen vier Wände und ist auf maximal drei Monate ausgelegt. Die Kosten sind für jeden Betroffenen nach sozialen Kriterien leistbar; der Tagessatz liegt bis zur sechsten Woche bei 93 Euro pro Tag bzw. bei 78 Euro zwischen der sechsten und zwölften Woche. Insgesamt hat das Land Niederösterreich drei Millionen Euro für den teilstationären Bereich budgetiert.

Das SeneCura Sozialzentrum in Krems, das 275 Betten umfasst, ist nun die österreichweit erste Einrichtung eines privaten Betreibers, die ebenfalls rehabilitative Übergangspflege anbietet, wofür hier acht Plätze zur Verfügung stehen. Insgesamt verwaltet der größte Pflegeheimbetreiber Österreichs mit mehr als 2.000 MitarbeiterInnen 52 Pflege- und Betreuungseinrichtungen in Österreich und der Schweiz mit über 3.500 Pflege- und Intensivpflegebetten bzw. über 1.400 betreuten Wohneinheiten. In Niederösterreich gibt es neben Krems auch Standorte in Purkersdorf, Grafenwörth und Pressbaum.

Von dem neuen Modell erwartet sich Mikl-Leitner einen leichten und unbürokratischen Zugang zur Rehabilitation, eine rasche Genesung inklusive Erhaltung der Eigenständigkeit, die ehestmögliche Rückkehr in die eigenen vier Wände und eine Entlastung der pflegenden Angehörigen. Sozialpolitische Vorteile seien die Verkürzung der Verweildauer in den Kliniken, die Vermeidung von Fehlbelegungen in internen und chirurgischen Abteilungen bzw. von Daueraufnahmen in Pflegeheimen sowie eine Verbesserung des Schnittstellenmanagements, so die Landesrätin abschließend.

Nähere Informationen beim NÖ Pflegeservicezentrum unter 02742/9005-9095 bzw. bei SeneCura unter 01/585 61 59-0, e-mail info@senecura.at und http://www.senecura.at/.

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