10.10.2008 | 11:25

„Interessenvertretung der NÖ Familien" forciert Sprachförderung

Mikl-Leitner: Fordern und Fördern muss bei den Kleinsten beginnen

Im vergangenen Frühjahr wurde in St. Pölten von der „Interessenvertretung der NÖ Familien" und der in Baden angesiedelten „Pädagogischen Hochschule für NÖ" eine Pädagogische Fachtagung zum Thema „Sprachförderung" abgehalten. Auf Basis dieser Tagung werden nun einige Initiativen und Aktionen gesetzt, die Eltern und PädagogInnen die Bedeutung der „Sprachförderung" von Kindern verdeutlichen sollen.

So findet am Dienstag, 14. Oktober, ab 18.30 Uhr in der „Pädagogischen Hochschule für NÖ" in Baden ein Seminarkabarett für Eltern statt. Das Kabarett trägt den Titel „Dings äh ... Wie unsere Kinder sprechen lernen" und beinhaltet Auszüge aus dem Kabarettprogramm „Sprachlos" der Sonderkindergartenpädadogin, Supervisorin und Kabarettistin Christiane Hangel. Dieser spezielle Elternabend beschäftigt sich mit der Entwicklung der menschlichen Sprache und behandelt Fragen wie beispielsweise „Sprachförderung - wozu?", „Was sind günstige Bedingungen für den Spracherwerb?" oder auch „Welche Rolle fällt uns Erwachsenen zu?"

10 bis 15 Prozent aller SchulanfängerInnen weisen behandlungsbedürftige Sprachauffälligkeiten auf, mit dieser „Spracharmut" sinkt auch die Lesefähigkeit. Daraus resultieren schlechte schulische Leistungen und ein niedrigeres Bildungsniveau, was oft auch zu Arbeitslosigkeit führt.

Nach Auffassung der Interessenvertretung muss Sprachförderung Teil jeder Erziehungsarbeit sein; sowohl im Elternhaus als auch im Kindergarten und in der Schule, wobei die „Sozialisationseinrichtung Familie" als wichtigster Lernort verstanden wird. „Das heimische Bildungssystem ist eine gute Grundlage dafür, Kindern und Jugendlichen die Chancen zu geben, ihre jeweiligen Neigungen und Talente optimal zu entfalten. Der Grundsatz ‚Fordern und Fördern\' muss bei den Kleinsten beginnen und bis zur Spitze der Bildungspyramide gehen", betont dazu Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner.

Als weitere Konsequenz der Tagung im vergangenen Frühjahr ruft die „Interessenvertretung der NÖ Familien" alle Kindergärten, Volks- und Sonderschulen auf, ein Modell der Zusammenarbeit zwischen Eltern und PädagogInnen zu erstellen. Dieses kann bis zum 15. Februar 2009 bei der Interessenvertretung eingereicht werden, welche die Modelle bzw. Vorschläge sammelt und an InteressentInnen weiterleitet. Zudem bietet die Interessenvertretung all jenen, die sich intensiver über Erziehungsthemen informieren wollen, den Bezug entsprechender Fachartikel an.

Nähere Informationen: Interessenvertretung der NÖ Familien, Telefon 02742/9005-16495, e-mail interessen@noel.gv.at, http://www.interessen-noefamilien.at/.

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