05.09.2008 | 14:14

„Helena"-Studie: Europas Jugendliche leiden unter Übergewicht

Fettleibigkeit, krankhafte Fettsucht Epidemie des 21. Jahrhunderts

Die „Helena"-Studie (Healthy Lifestyle in Europe by Nutrition in Adolescence), für die 4.156 Jugendliche von der 8. bis zur 11. Schulstufe in zehn europäischen Städten, davon 427 Jugendliche in 13 Wiener Schulen, untersucht wurden, stand heute im Mittelpunkt einer Pressekonferenz in St. Pölten. Europaweit sind 27,6 Prozent der Burschen und 21 Prozent der Mädchen, in Österreich 28,5 Prozent der Burschen und 16,4 Prozent der Mädchen übergewichtig. Bei mehreren Parametern, so etwa beim Rauchen, bei Süßigkeiten und den niedrigen Konsum von Obst und Gemüse, sei man in Europa Spitzenreiter, „Die Weltgesundheitsorganisation bezeichnet Fettleibigkeit und krankhafte Fettsucht als Epidemie des 21. Jahrhunderts", sagte Landesrätin Gabriele Heinisch-Hosek.

In diesem Zusammenhang wurde in der „Helena"-Studie das Angebot in den Schulen in Augenschein genommen: 83,6 Prozent der Jugendlichen gaben an, dass man in der Schule täglich Softdrinks, 73,8 Prozent sagten, dass man ungesunde Snacks kaufen kann. 37,9 Prozent meinten, es sei schwer, sich in der Schule gesund zu ernähren. Dadurch sind aber die Ernährungsgewohnheiten insgesamt bedenklich: 27,6 Prozent konsumieren ein- bis mehrmals täglich Softdrinks, 25 Prozent ein- bis mehrmals täglich Süßigkeiten, und 18,2 Prozent essen nie bis einmal pro Woche Obst.

Diese Ergebnisse decken sich mit einer von Sportland Niederösterreich durchgeführten Studie, wonach mehr als ein Viertel der 15- bis 19-jährigen NiederösterreicherInnen übergewichtig sind bzw. zu wenig Bewegung machen. Diese Problematik wird auch durch eine Studie der Wiener Arbeiterkammer untermauert: Im Test fielen drei von vier Wiener Schulbuffets durch.

Man werde jetzt mit verschiedenen Projekten versuchen, das Gesundheitsbewusstsein in den Schulen Niederösterreichs weiter zu stärken, so Heinisch-Hosek. Als erfolgreiche Projekte nannte sie z. B. die „Gesunde Schule" oder die „Bewegte Klasse". Man müsse auch das Internet nutzen, um Kinder und Jugendliche zu mehr Bewegung zu bringen. Der „Kinderbewegungstag" morgen, Samstag, 6. September, von 10 bis 17 Uhr in der NÖ Landesportschule in St. Pölten soll ein Beitrag sein, zu mehr Bewegung zu motivieren.

 

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