28.08.2008 | 11:23

Bohuslav präsentiert Schwerpunkte im Schuljahr 2008/2009

„Bildung in NÖ in jedem Bereich von allerhöchstem Stellenwert"

Bildung sei in Niederösterreich in jedem Bereich von allerhöchstem Stellenwert, sagte Landesrätin Dr. Petra Bohuslav heute, 28. August, in St. Pölten bei der Präsentation der Schwerpunkte im Schuljahr 2008/2009. Nach der Schaffung eines eigenen Bildungsressorts und der Senkung der Klassenschülerhöchstzahl habe man sich auch für das kommende Schuljahr viel vorgenommen, betonte die Bildungs-Landesrätin.

An erster Stelle nannte sie das NÖ Modell bei den Hauptschulen, das sehr erfolgreich angenommen worden sei: 40 bis 45 Schulen werden sich beteiligen, die endgültige Liste wird bis 30. September an das Ministerium ergehen, ab Oktober beginnt die Lehrerausbildung für das 2009/2010 startende Modell. Auch die Tagesbetreuung werde weiter ausgebaut, so Bohuslav. An 216 NÖ Schulen werden Kinder ganztägig betreut werden, das bedeutet eine Steigerung von 15 Prozent gegenüber dem letzten Jahr.

Das Modell der Sprachförderung für Kinder mit nicht deutscher Muttersprache, bei dem die Kinder bis zu elf Stunden aus dem Regelunterricht herausgenommen werden, wird 2008/2009 erstmals auch auf die Hauptschulen ausgedehnt. Im Bereich der Sonderpädagogik soll zusätzliche Autonomie für die Lehrer ein Mehr an bedarfsgerechten, rasch verfügbaren und unbürokratischen Unterrichtsmethoden bringen. Für die Begabtenförderung stehen mehr als 240 speziell ausgebildete Lehrkräfte und eine Reihe inner- und außerschulischer Maßnahmen zur Verfügung. Bei der Lehrerfortbildung sollen sich neue Angebote speziell an den Bedürfnissen der Kinder orientieren.

Besonders am Herzen liegt Bohuslav auch die Forcierung des Projekts „MUT" (Mädchen und Technik), das Mädchen für technische Berufe interessieren soll. Dabei werden im kommenden Schuljahr einige HTL\'s mit Volksschulen kooperieren, um Kindern der dritten Klasse auf spielerische Art und Weise den Umgang mit Technik näher zu bringen. Ein ähnlich großes Anliegen sind der Landesrätin auch Aktionen gegen Fettleibigkeit und Bewegungsmangel der Kinder: Zusätzlich zum Projekt „Gesunde Schule", an dem sich heuer erstmals 40 Schulen beteiligen, wird pro Schule auch ein eigener Koordinator für Bewegung und Gesundheit installiert.

Der Amtsführende Präsident des NÖ Landesschulrates, Hermann Helm, betonte, dass trotz eines Schülerrückgangs von mehr als 2.000 in Niederösterreich kein einziger Schulstandort geschlossen worden sei und es demnach 2008/2009 wiederum 1.020 Pflichtschulen in Niederösterreich gebe. Die Verpflichtung zur Klassenschülerhöchstzahl 25 habe zu einem Plus von 45 Klassen bzw. 129 Lehrkräften geführt, die vom Land angestellt und finanziert werden. Insgesamt befinde sich der Personalstand im Pflichtschulbereich mit 13.374 auf dem Höchststand, wobei das Land in den letzten Jahren in Niederösterreich 500 Dienstposten geschaffen habe, so Helm.

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