12.08.2008 | 10:10

Schutz für Heuschrecken in ganz NÖ

Projekt läuft seit über zehn Jahren

Im Jahr 1997 nahm der „Naturschutzbund NÖ" in Kooperation mit den zuständigen Stellen des Landes Niederösterreich das Projekt „Pflege und Erhaltung von wertvollen Lebensräumen" in Angriff. Im Rahmen dieses vom NÖ Landschaftsfonds finanzierten Projekts geht es um die Pflege von nicht im ÖPUL-Programm enthaltenen Wiesen und damit auch um die Erhaltung von Sonderstandorten für Heuschrecken. Dank dieses Projekts konnten bereits zahlreiche wertvolle Flecken und attraktive Standorte für Heuschrecken im Land erhalten werden.

In Niederösterreich sind etwa 100 verschiedene Heuschreckenarten heimisch. Klassische Lebensräume dieser Insekten sind Trockenrasen oder Feuchtwiesen, wobei die Vegetationsstruktur, die Bodenverhältnisse, das Kleinklima oder auch die Nährstoffsituation ausschlaggebend für die „Bevölkerung" dieser Areale durch die Tiere sind. Der Erhalt von „Heuschreckenparadiesen" auf bewirtschafteten Wiesen ist von der Aufrechterhaltung der Mahd oder einer Beweidung abhängig.

Die meist extensiv bewirtschafteten Wiesen finden sich im ganzen Bundesland verstreut - vom Wienerwald bis ins Waldviertel und vom Mostviertel bis in die Bucklige Welt sowie in der Feuchten Ebene südlich von Wien.

Unter den diesjährigen Neuanträgen im Rahmen des Projekts „Pflege und Erhaltung von wertvollen Lebensräumen" finden sich aufwendig rückgeführte ehemalige Äcker, die mit heimischen Saatgutmischungen angesät wurden und artenreiche Halb- bzw. Trockenrasen ausgebildet haben. Nicht nur die BesitzerInnen solcher Flächen, sondern auch jede/r Einzelne kann zum Überleben der Tierart beitragen, indem etwa im eigenen Garten ein Stück Wiese mit Kräutern und Blumen stehengelassen wird. Im Siedlungsbereich ist es zudem möglich, Randstreifen und Böschungen nicht zu mähen, um den Insekten Lebensräume zu schaffen.

Nähere Informationen: www.auring.at/faunaflora/orthoptera.html.

 

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