17.06.2008 | 09:03

LH Pröll eröffnete Umfahrung von Pischelsdorf

Entlastet Siedlungsgebiet vom Verkehr

Für das Tullnerfeld und die Bevölkerung bringt die Umfahrung von Pischelsdorf eine Reihe von Verbesserungen, vor allem aber eine höhere Lebensqualität für die Bürger und eine bessere Anbindung der Betriebsgebiete an den Zentralraum. „Damit wurde ein Projekt verwirklicht, das Niederösterreich seit langem mit Nachdruck verfolgt", sagte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll gestern, 16. Juni, bei der Eröffnung der Umfahrungsstraße. Schon seit Jahren sei die Bevölkerung aus der Region mit dem Problem konfrontiert, dass sich der Lkw-Verkehr im Ortszentrum durch die Standorte der Donau-Chemie, AVN, EVN sowie durch die neue Bio-Ethanol-Anlage der Firma Agrana stark erhöht habe.

Die nun fertig gestellte Entlastungsstraße sei seit Jahren ein Anliegen der Bevölkerung und wurde vom Land nun mit Nachdruck umgesetzt, so Pröll. Zudem habe man es geschafft, die Mobilität zu kanalisieren und eine Erhöhung der Lebensqualität und der Verkehrssicherheit im Ortsgebiet zu erreichen. Die ständige Einbindung der Bürger in das Projekt sowie die Umweltverträglichkeit seien wesentliche Kriterien für dieses Bauvorhaben gewesen, unterstrich der Landeshauptmann.

Die rund 1,4 Kilometer lange und 7,5 Meter breite Umfahrungsstraße beginnt im Bereich der Werkseinfahrt der Donau-Chemie und verläuft nördlich von Pischelsdorf. Zur Querung des Perschling-Altarms wurde eine 25 Meter lange Stahlbetonbrücke errichtet. Rund 150 Meter nach dem östlichen Ortsende von Pischelsdorf mündet die neue Umfahrung mit einem Kreisverkehr in die Landesstraße L 112 ein. Zum besseren Schutz der Anrainer vor dem Verkehrslärm wurde auf einer Länge von rund 350 Metern, beginnend im Bereich der Donau-Chemie, ein fast 5 Meter hoher Lärmschutzwall errichtet. Für den land- und forstwirtschaftlichen Verkehr wurde zwischen dem Kreisverkehr und der neuen Brücke über den Perschling-Altarm der bestehende Begleitweg adaptiert.

Die Bauarbeiten für die Umfahrung, die das Ortsgebiet vom Verkehr um rund 80 Prozent entlastet, wurden in neun Monaten abgeschlossen. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund 2,7 Millionen Euro, rund 2,2 Millionen tragen das Land Niederösterreich und rund 500.000 Euro die Firma Agrana.

Nähere Informationen: Amt der NÖ Landesregierung, Ing. Markus Hahn, Telefon 02772/9005-14737

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