30.05.2008 | 00:58

LH Pröll: Badener Frauenbad wird Arnulf Rainer-Museum

Ein weiteres Juwel der Kulturarbeit in Niederösterreich

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, der Künstler Arnulf Rainer und Bürgermeisterin Erika Adensamer präsentierten das Konzept für das neue Rainer-Museum im ehemaligen Frauenbad in Baden.
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, der Künstler Arnulf Rainer und Bürgermeisterin Erika Adensamer präsentierten das Konzept für das neue Rainer-Museum im ehemaligen Frauenbad in Baden.© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

„Das Einbringen von Werken und Persönlichkeit Arnulf Rainers sind die Erfolgsgarantie für dieses Museum", zeigte sich Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute, Freitag, 30. Mai, bei der Präsentation des Konzeptes für das Rainer-Museum im ehemaligen Frauenbad in Baden überzeugt. Die Räume des im klassizistischen Stil errichteten Frauenbades werden als Museum genutzt - unter Berücksichtigung der historischen Bausubstanz. Mit Kosten von knapp 2 Millionen Euro wird das historische Gebäude adaptiert und für Ausstellungen von Werken Arnulf Rainers, der einer der bedeutendsten Künstler Österreichs im 20. Jahrhundert ist, nutzbar gemacht. Das Land Niederösterreich übernimmt 1,7 Millionen Euro, die Stadtgemeinde Baden kommt für ca. 280.00 Euro auf.

Für den Landeshauptmann ist das Rainer-Museum, das in rund einem Jahr eröffnet werden soll, „ein neuer Blickpunkt und weiteres Juwel der Kulturarbeit in Niederösterreich". Gleichzeitig soll mit diesem Museum für einen weiteren heimischen Künstler eine entsprechende Heimstätte geschaffen werden. Beispiele dafür sind u. a. das Gauermann-Museum in Miesenbach, das Kokoschka-Museum in Pöchlarn, das Schiele-Museum in Tulln, das Frohner-Forum in Krems und das Nitsch-Museum in Mistelbach. „Das Rainer-Museum ist damit ein weiterer Beitrag, das kulturelle Profil Niederösterreichs zu schärfen und dem Land ein unverwechselbares Kulturprofil zu geben", so Pröll. Wichtig ist dem Landeshauptmann dabei vor allem die Balance und Ausgewogenheit von traditioneller und zeitgenössischer Kultur ohne ideologische Scheuklappen. „Künstler sollen sich frei von politischen Einflüssen entfalten können."

Kultur und Kulturtourismus haben für Pröll auch eine große wirtschaftliche Bedeutung und sind heute ein Standardfaktor ersten Ranges. „Die Kultureinrichtungen des Landes verzeichneten 2007 rund 1,5 Millionen Besucher", die Wertschöpfung bezifferte der Landeshauptmann mit 135 bis 140 Millionen Euro.

Auch Arnulf Rainer zeigte sich erfreut über das ihm gewidmete neue Museum, das vor allem Abwechslung bieten soll. So wird es immer wieder Schwerpunktaustellungen geben. Die erste Ausstellung nach Fertigstellung des Museums ist dem Frühwerk des Künstlers gewidmet. Für Bürgermeisterin Erika Adensamer ist das Rainer-Museum die Fortsetzung der kulturellen Tradition in Baden, das jährlich rund 120.000 Nächtigungen verzeichnet und als „moderne und innovative Stadt auch auf zeitgenössische Kultur setzt".

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