29.05.2008 | 00:05

NÖ Pflege-Servicezentrum in St. Pölten eröffnet

Mikl-Leitner: Meilenstein für soziale Modellregion

Vier Wochen vor Auslaufen der Amnestieregelung des Bundes eröffnete Soziallandesrätin Mag. Johann Mikl-Leitner heute, 29. Mai, am St. Pöltner Landhausboulevard das NÖ Pflege-Servicezentrum. Die NiederösterreicherInnen bräuchten eine zentrale Infostelle für alle Fragen der Pflege und Betreuung, betonte Mikl-Leitner dazu im Vorfeld: Dass die Menschen pro Jahrzehnt durchschnittlich um zwei Jahre - die Lebenserwartung liege heute bei 77 (bei Männern) bzw. 83 Jahren (bei Frauen) gegenüber 72 bzw. 79 Jahren vor 15 Jahren - älter würden, sei sehr erfreulich, bringe aber auch große Herausforderungen in Bezug auf die Finanzierung des Pflegesystems und die Sicherheit der Menschen im Alter mit sich.

Die vor zwei Jahren ins Leben gerufene Pflegehotline habe sich zu einer gut eingespielten Institution entwickelt, die rasch und unbürokratisch Rat und Hilfe bei Fragen zur 24-Stunden-Pflege, zu Heimplätzen, finanziellen Unterstützungen u. a. biete. Habe es im Vorjahr 4.200 Anrufe gegeben, so habe sich diese Zahl allein in den ersten vier Monaten des heurigen Jahres mit 7.500 fast verdoppelt. 40 Prozent der Anfragen bezögen sich dabei auf das Auslaufen der Amnestieregelung und das NÖ Modell.

Das Land Niederösterreich habe, so Mikl-Leitner weiter, auf diese Situation mit der Aufstockung der Beratungsteams, der Installierung von mobilen Teams für die Beratung vor Ort und vor allem mit dem NÖ Modell reagiert, das die 24-Stunden-Betreuung legalisiere und zugleich finanziell möglich mache. Mit fehlenden Einkommensgrenzen, einer Förderung auch der Pflegestufen 1 und 2 sowie einer mehr als doppelt so hohen Förderung wie durch den Bund sei dieses NÖ Modell einzigartig und österreichweit vorbildgebend. Auch die bis dato 1.359 Gewerbeanmeldungen in Niederösterreich sprächen für die Richtigkeit des NÖ Modells. Dazu komme, dass das Land auch im stationären Bereich bislang 2.500 Familien finanziell entlastet habe, weil nicht mehr auf das Vermögen von Partnern und Kindern zurückgegriffen werde.

Mit der per heutigem Tag vorgenommenen Erweiterung der Pflegehotline auf ein NÖ Pflege-Servicezentrum werde ein weiterer Meilenstein für Niederösterreich als soziale Modellregion in Europa gesetzt, betonte die Landesrätin. Zudem habe die Einrichtung als neue Aufgaben auch die Bereiche Qualitätssicherung, Beschwerdemanagement und Ausbildungswesen übernommen.

Das NÖ Pflege-Servicezentrum hat von Montag bis Donnerstag zwischen 8 und 19 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 16 Uhr geöffnet und ist barrierefrei zugänglich; telefonisch erreichbar ist es unter 02742/9005-9095.

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