19.05.2008 | 00:39

LH Pröll: NÖ ist sicherheitspolitisch für die EURO gerüstet

Schengen-Grenze wird während der EURO außer Kraft gesetzt

NÖ Sicherheitsgipfel zur EURO 2008: Im Bild Landespolizei-Kommandat Mag. Arthur Reis, NÖ Sicherheitsdirektor Dr. Franz Prucher, LH Dr. Erwin Pröll und Militärkommandant Mag. Johann Culik.
NÖ Sicherheitsgipfel zur EURO 2008: Im Bild Landespolizei-Kommandat Mag. Arthur Reis, NÖ Sicherheitsdirektor Dr. Franz Prucher, LH Dr. Erwin Pröll und Militärkommandant Mag. Johann Culik.© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Niederösterreich ist sicherheitspolitisch für die EURO 2008 gerüstet. In Summe wurden 4.800 Polizistinnen und Polizisten auf ihre Einsätze vorbereitet. Ebenso wird die Schengen-Grenze vom 2. Juni bis 1. Juli außer Kraft gesetzt, es wird in diesem Zeitraum an allen wichtigen Grenzübergängen wieder in der alten Form Kontrollen geben", betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll im Anschluss an das heutige Sicherheitsgespräch mit den Spitzen der Exekutive und des Bundesheeres, das ganz im Zeichen der EURO stand. An kleineren Grenzübergängen werden mobile Streifen im Einsatz sein. Darüber hinaus wird es eine verstärkte Luftraumüberwachung während der Fußball-Europameisterschaft geben.

Ein besonderes Augenmerk wird auch auf die Hauptverkehrsrouten (Straße und Schiene) und auf Parkplätze, Rasthäuser und Bahnhöfe gelegt. Der Landeshauptmann kündigte weiters an, dass es während der EURO keine Großbaustellen auf Niederösterreichs Straßen geben wird sowie an Spieltagen keine Schwertransporte unterwegs sein werden. Ebenso sind die Landeskliniken gerüstet: Neben Reservekapazitäten in den Spitälern besteht für das medizinische Personal Rufbereitschaft. Darüber hinaus wird das Bundesheer 400 Soldaten für Patiententransporte bereitstellen.

Auch für jeden der 21 Public Viewing-Standorte in Niederösterreich wurde ein eigenes Sicherheitskonzept erarbeitet. So werden etwa 50 Streetworker im Einsatz sein und mit den Sicherheitsorganen eng zusammenarbeiten.

Landeshauptmann Pröll ist es auf jeden Fall wichtig, dass nicht nur bei Veranstaltungen im unmittelbaren Zusammenhang mit der EURO größtmögliche Sicherheit gewährleistet wird, sondern auch abseits der EURO. „Alle, die mit dem Flugzeug, der Bahn oder dem Auto zum Spielort in Wien kommen, müssen durch Niederösterreich", unterstreicht Pröll und verwies auch auf „Hot Spots" wie die italienische Mannschaft, die in Baden logiert, und auf die türkische Mannschaft, die, im Fall des Aufstieges, in Krems ihr Quartier aufschlagen wird. Während der EURO gibt es bei der Polizei außerdem eine Urlaubsperre.

Während NÖ Sicherheitsdirektor Dr. Franz Prucher auf den Rückgang der Straftaten und auf die höhere Aufklärungsquote in den ersten vier Monaten dieses Jahres im Vergleich zu 2007 in Niederösterreich verwies, ging Militärkommandant Mag. Johann Culik auf die verstärkten Flugbewegungen während der EURO ein. Diese würden auch Flugbeschränkungen mit sich bringen. Die Polizei setze laut Landespolizei-Kommandat Mag. Arthur Reis vor allem auf Dialog, Deeskalation und Durchsetzung.

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