19.05.2008 | 11:29

Virtuelle Beratungsstelle „Helpchat" für Frauen und Mädchen

Mikl-Leitner: Niederschwelliger Zugang als erste Hilfe

Der so genannte „Helpchat", eine unter http://www.haltdergewalt.at/ leicht zugängliche, virtuelle Beratungsstelle für Frauen und Mädchen, die in ihrem Lebensumfeld von physischer, psychischer oder sexueller häuslicher Gewalt betroffen sind, ist seit wenigen Tagen wieder als Online-Beratungsangebot abrufbar. Jeden Montag zwischen 19 und 22 Uhr stehen hier abwechselnd zwei Gewaltexpertinnen als Moderatorinnen bzw. Beraterinnen zur Verfügung, die Betroffenen mit professioneller Hilfe und Beratung zur Seite stehen.

„Gewalt gegen Frauen ist keine Privatsache. Ergänzend zu den gesetzlichen Schutzmaßnahmen müssen wir deswegen auch einen niederschwelligen Zugang als erste Hilfe für den Ausstieg aus der Gewaltspirale anbieten. Ich freue mich, dass es gelungen ist, den ‚Helpchat\' wieder zu aktivieren und Frauen damit eine einfache, unbürokratische Hilfestellung zu geben", meinte dazu Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner.

Der „Helpchat" versteht sich aber nicht nur als Online-Beratungsstelle, sondern auch als Gesprächsforum und Anlaufstelle für die Bildung von Selbsthilfegruppen. Zudem können hier via Links Informationen über die Gesetzeslage, über Opferschutzeinrichtungen und Beratungsstellen eingeholt werden.

Der „Helpchat" wurde im Jahr 2000 vom Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) ins Leben gerufen und zuletzt gemeinsam mit dem Frauenberatungs- und Bildungszentrum „Frauen für Frauen" in Hollabrunn betreut. Im Jänner 2007 musste der „Helpchat" seinen Betrieb aus finanziellen Gründen einstellen. Nun kann das Onlineangebot mit Unterstützung durch die Bundesländer Niederösterreich, Kärnten, Oberösterreich und Burgenland und dem Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend wieder in Betrieb genommen werden.

Die Bedeutung dieser Form der Beratung wird seit Jahren mittels Studien wie der „Österreichischen Webanalyse" belegt. Diese Untersuchungen haben ergeben, dass die Zahl der Internet-UserInnen ständig steigt und dass Onlineberatungen dem Medienverhalten vor allem von jüngeren Frauen und Mädchen voll entsprechen.

Nähere Informationen: Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser, Maria Rösslhumer, Telefon 01/544 08 20 bzw. Amt der NÖ Landesregierung, Maria Rigler, Telefon 02742/9005-13309, e-mail maria.rigler@noel.gv.at.

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