05.05.2008 | 11:10

Prophylaxe soll Gesundheits- der Lebenserwartung anpassen

Sobotka: Kassen für Vorsorge in die Pflicht nehmen

Die Lebens- und Gesundheitserwartung sind einander anzupassen. Für Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka ist der Hebel, mit dem man sich bis ins hohe Alter fit halten kann, eine entsprechende Gesundheitsvorsorge: Mittelfristig - bis 2013 - sollten zehn Prozent des Gesamtaufwandes im Gesundheitswesen für diese Zwecke verwendet werden. Auch der Bund, so Sobotka, sei gefordert: Den Krankenkassen sei per Gesetz eine Zweckbindung ihrer Mittel in entsprechender Höhe aufzutragen.

Von den 1,3 Milliarden Euro des NÖ Gesundheitsbudgets wendet das Land laut Sobotka derzeit fast 80 Millionen Euro für eine breit gefächerte Prophylaxe auf. So wurden bisher 115.000 kostenlose „Vorsorgepakete" mit zehn Eigentests verteilt. Zusätzlich gibt es seit Februar einen besonderen Vorsorgepass des Landes, der bereits an 90.000 Personen vergeben wurde. Als spezieller Anreiz wird nach vier Jahren ein Bonus angeboten, der im spezifischen Problembereich zur Anwendung kommen soll, etwa als Kochkurs oder Lauftraining.

Viele Krankheiten sind die Folge bestimmter Konsumgewohnheiten. Daher werden neuerdings auch Begleitkurse für die Änderung des Lebensstils angeboten, die ein halbes Jahr dauern. Ergänzt wird das Maßnahmenbündel mit Vorträgen an den Landeskliniken über Allergien, Krebsverhütung, Gelenksbeschwerden, Kreuzschmerzen und Depressionen sowie mit einem Vorsorgepreis, der 2009 bundesweit ausgelobt werden soll.

Nähere Informationen: http://www.sorgvor.at/.

 

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