31.03.2008 | 13:40

Mikl-Leitner: Werden 15a-Vertrag nicht unterschreiben

Verhandlung ist ein Schlag ins Gesicht der Tagesmütter

„Als einen Schlag ins Gesicht der Tagesmütter und der Eltern, die ihre Kinder von Tagesmüttern betreuen lassen", bezeichnet Familien-Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner die Aussage von Frauenministerin Doris Bures, dass Tagesmütter keine verlässliche Kinderbetreuung sind. Die Zufriedenheit mit der Betreuung durch Tagesmütter liege bei 100 Prozent. Wenn man die Betreuung der Kinder durch Tagesmütter verhindere, wie dies der Bund versuche, nehme man den Eltern jegliche Wahlfreiheit. „Einem 15a-Vertrag ohne der Möglichkeit, Tagesmütter angemessen fördern zu können, werden wir sicherlich nicht unsere Unterschrift geben", betont Mikl-Leitner.

Niederösterreich wird seine Kinderbetreuungsoffensive jedenfalls fortsetzen und bis zum Jahr 2010 6.000 bis 8.000 zusätzliche Kinderbetreuungsplätze schaffen - „egal ob mit oder ohne finanzieller Unterstützung, auf die wir Gott sei Dank nicht angewiesen sind", so Mikl-Leitner. „Wir werden aber sicherlich keinem Papier die Zustimmung geben, das vom Bund diktiert wurde und bei dem die Einwendungen der Länder und auch des Gemeindebundes in keinster Weise berücksichtigt worden sind. Die Länder würden genau wissen, was die Eltern und die Kinder bräuchten, das hätten sie hinlänglich bewiesen. Mikl-Leitner fordert weiterhin Nachverhandlungen mit den Ländern und eine Fristverlängerung, „sonst wird es mit Niederösterreich keinen 15a-Vertrag geben."

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