18.02.2008 | 11:27

„Wenn es nicht hilft, so schadet es nicht"

Symposium an der Donau-Universität Krems

Ob Gesundheitsvorsorge immer besser als Heilen ist und was es mit dem Grundsatz „Wenn es nicht hilft, so schadet es nicht" auf sich hat, erfahren Interessierte am 20. und 21. Februar im Rahmen eines Symposiums an der Donau-Universität Krems. Internationale und nationale Experten, darunter Gesundheitsministerin Dr. Andrea Kdolsky, Muir Gray vom National Screening Committee aus England und Russel Harris von der Preventive Services Task Force aus den USA werden bei der zweitägigen Veranstaltung die Notwendigkeit evidenzbasierten Vorgehens in der Präventionsmedizin erläutern.

Weitere Vorträge behandeln sowohl die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs als auch den Einsatz von Entscheidungshilfen zur Steuerung und Evaluierung von präventionsmedizinischen Maßnahmen. Dabei wird auch ein aktuelles Gutachten über Wirkungen und Risiken der Impfung gegen die Humanen Papillomviren (HPV) präsentiert, die Gebärmutterhalskrebs verursachen.

Präventionsmedizin ist in den letzten Jahrzehnten zu einem wichtigen Element der Gesundheitsversorgung geworden und hat die Auswirkungen vieler Erkrankungen wesentlich reduziert. Da meist keine unmittelbaren Nebenwirkungen offensichtlich werden, wird Präventionsmedizin von der Bevölkerung und von vielen Ärzten als frei von Nebenwirkungen gesehen. Mangelnde diagnostische Genauigkeit kann jedoch schwerwiegende Folgen haben. Ziel des Symposiums ist es, einen kritischen Diskurs über Wirksamkeit und Schaden der Präventionsmedizin zu eröffnen.

Nähere Informationen und Anmeldung unter http://www.donau-uni.ac.at/.

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