16.01.2008 | 11:38

Konzepte für Stadion St. Pölten und Fußballclub SKN liegen vor

Bohuslav präsentiert 25 Millionen Euro-Projekt mit 8.000 Sitzplätzen

Das Land Niederösterreich habe sich bereits im Sommer zum Spitzenfußball in der Landeshauptstadt durch gezielte Entwicklung eines in der obersten Spielklasse vertretenen Vereines bekannt, wofür ein geeignetes Stadion Grundvoraussetzung sei, sagte Landesrätin Dr. Petra Bohuslav heute, 16. Jänner, bei der Präsentation der Ergebnisse von Arbeitsgruppen für die Errichtung des St. Pöltners Stadions und die Entwicklung des Fußballclubs SKN in der Landessportschule in St. Pölten.

Die Landessportschule sei demnach der ideale Standort für die Spielstätte, der Voith-Platz sei für das Ziel des Aufstiegs des Vereins in die höchste Spielklasse nicht adaptierbar, so Bohuslav. Das vorliegende, monofunktionale Projekt mit zwei großen Haupttribünen (Ost und West) sowie einer weiteren kleinen (Süd-)Tribüne, die zur Gänze überdacht seien, biete 8.000 Zuschauern Platz und lasse sich auf eine Kapazität von 13.000 Besuchern erweitern. Solcherart entspreche es nicht nur den Kriterien der höchsten österreichischen (T-Mobile-)Liga, sondern auch des Europäischen Fußballverbandes für internationale Spiele bis zur zweiten Qualifikationsrunde der Champions-League (UEFA-Kategorie 2).

Alle Hauptfunktionen sollen auf vier Ebenen in der Westtribüne konzentriert sein, die Gastronomie wird neben dem Dauerbetrieb eines Tagescafés für 80 Personen an Spieltagen eine Fan-Zone für 600 und einen VIP-Bereich für 400 bis 800 Gäste umfassen. Der Betrieb des Stadions wird, vom Verein getrennt, bei der Landessportschule liegen, die damit die Rechte der Vermarktung der spielfreien Tage, des Stadionnamens u. a. besitzt. Demgegenüber lukriert der Verein die spielbezogene Vermarktung, die Erlöse aus Ticket-Verkauf, Fan-Artikeln, Tagesgastronomie, Medienrechten und Bandenwerbung.

Die Gesamtkosten bezifferte die Landesrätin mit 25,3 Millionen Euro, aufgeteilt auf 4,5 Millionen für die Grundstücke, 18 Millionen für das Stadion und 2,8 Millionen für einen neuen Parkplatz mit 1.000 Pkw und 25 Bus-Stellflächen samt Verbindungswegen. Inklusive der Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel werde dafür ein großräumiges Verkehrskonzept zu erstellen sein. Die Projektdauer liegt bei drei bis dreieinhalb Jahren; angestrebt wird eine Leasingvariante bzw. Drittelfinanzierung, Finanzierungsgespräche mit der Stadt sollen folgen.

Zum SKN meinte Bohuslav abschließend, sportlich verfüge der Verein, der mit jungen Spielern den „niederösterreichischen Weg" beschreite, über gute Voraussetzungen, in die höchste Liga aufzusteigen. Nötig sei jetzt noch ein professionelles Sportmanagement, das sich nach der Befreiung von Altlasten auch der stärkeren Verwurzelung in der Bevölkerung, einer besseren Einbeziehung der Wirtschaft etc. annehme.

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