26.11.2007 | 00:14

Programm der „Plattform NÖ" für betriebliche Prävention vorgestellt

Kadenbach: Bewusstsein für Gesundheitsförderung stärken

„Wir verbringen einen Großteil unseres Lebens am Arbeitsplatz. Die Tatsache, dass rund 50 Prozent aller Erkrankungen arbeitsbedingt sind, lässt keinen Zweifel daran, wie wichtig betriebliche Gesundheitsförderung und Prävention sind", sagte Landesrätin Karin Kadenbach heute, Montag, 26. November, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der NÖ Gebietskrankenkasse und der AUVA in St. Pölten.

Die Kosten, die durch arbeitsbedingte Erkrankungen ausgelöst werden, seien enorm: Durch betriebliche Gesundheitsförderung könnten allein in Niederösterreich pro Jahr rund 700 Millionen Euro eingespart werden, bemerkte Kadenbach: „Die betriebliche Prävention bzw. die Gesundheitsförderung sind eine klassische Win-Win-Situation: Die ArbeitnehmerInnen gewinnen Gesundheit und Lebensqualität, die Betriebe haben motivierte MitarbeiterInnen und weniger Krankenstände, und das Gesundheitssystem freut sich über sinkende Kosten."

Die nun gegründete „Plattform Niederösterreich für betriebliche Gesundheitsförderung und Prävention" setzt sich aus Vertretern des Landes Niederösterreich, der NÖ Gebietskrankenkasse, der AUVA, der NÖ Arbeiterkammer, der NÖ Wirtschaftskammer, der Sozialversicherungen, der Versicherung der Eisenbahner, der NÖ Ärztekammer und des Gewerkschaftsbundes zusammen. Ein wichtiges Ziel sei es, das Bewusstsein der ArbeitnehmerInnen für mögliche arbeitsbedingte Erkrankungen und für die entsprechende Prävention zu stärken, meinte Kadenbach. Die Projekte „Schlank ohne Diät" oder „Gestalten und Bewegen" der NÖ Gebietskrankenkasse gehören ebenso zu dem Arbeitsprogramm wie „Heben und Tragen" oder „Sturz und Fall" der AUVA oder ein verstärkter Schutz für NichtraucherInnen am Arbeitsplatz.

„Jeder Euro, der in die Prävention gesteckt wird, kommt siebenfach zurück", sagte Direktor Ing. Johann Kaiser von der AUVA. Das Arbeitsprogramm der Plattform laufe bereits, eine zweite Welle solle im Frühjahr 2008 folgen. Ziel sei es, bis Ende 2008 in Niederösterreich 10 Prozent weniger Arbeitsunfälle zu verzeichnen.

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