09.11.2007 | 13:08

Hans Czettel-Preise 2007 vergeben

28 Projekte wurden prämiert

Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi und Landesrätin Karin Kadenbach übergaben heute, Freitag, 9. November, in St. Pölten die Hans Czettel-Förderungspreise für Natur- und Umweltschutz in Niederösterreich. Eine Jury unter Vorsitz von Ernst Vitek (Direktor des Kunsthistorischen Museums) hatte 40 Projekte von Vereinen, Gemeinden, Firmen, Schulen und Einzelpersonen zu beurteilen, davon wurden 28 prämiert. An die Preisträger wurden 10.800 Euro verteilt.

Die Liste der Preisträger:

  • Der Marktgemeinde Leiben - obwohl nicht Verursacher - wurde die Entsorgung von verunreinigtem Material aufgetragen. Das kontaminierte Erdreich wurde entfernt und auf dem Areal ein Kinderspielplatz errichtet.
  •  Der Kastanienbestand in und um Tulln leidet am Befall der Roßkastanien-Miniermotte. Früher wurden die Bäume mit massivem Gifteinsatz geschützt; die Stadtgemeinde Tulln kann diesen Einsatz durch alternative Pflegemaßnahmen vermeiden.
  • Die Stadtgemeinde Traiskirchen ist bereit, Biber, die an anderen Flüssen Schäden anrichten, in die Schwechatau zu versetzen und dadurch zu schützen.
  • Die Marktgemeinde Michelhausen hat auf der Florianiwiese einen Jugendbereich angelegt. Die Planung wurde von Boku-Studenten durchgeführt, der Bereich bepflanzt.
  • Kaputte Kunststoff-Mülltonnen wurden im Müll entsorgt. Die Emmaus-Gemeinschaft in Lilienfeld konstruierte Schneeschieber, und das Material wird wieder verwendet.
  • Die Hoyos\'sche Forstverwaltung erarbeitete im Göller-Gebiet gemeinsam mit alpinen Vereinen für den Konflikt zwischen Skitourengehern, Jägern, Naturschützern und den Bedürfnissen des Gämsenschutzes einen Lösungsansatz.
  • Der Verein „Wagrampur" führt Artenschutzprojekte durch. Auch gibt es eine enge Zusammenarbeit mit Winzern, deren Erzeugnisse vermarktet werden; ein Teil der Einnahmen fließt wieder in Naturschutzprojekte.
  • Hohlwege sind äußerst bedrohte Landschaftselemente. Der Verschönerungsverein Katzelsdorf entfernte in einem Hohlweg den Müll und brachte ihn wieder in Ordnung.
  • Die zahlreichen Aktivitäten des Naturparks „Heidenreichsteiner Moor" kann man nicht aufzählen: Die daraus resultierenden Pressemeldungen ergeben eine dicke Mappe.
  • Die Berg- und Naturwacht Rabensburg pflegt die Kopfweiden. Die Gerten werden als Rohstoffe nicht mehr benötigt, sind aber ein wichtiger Lebensraum für viele Tierarten.
  • Der Verein zur Rettung der Ybbs-Äsche züchtet diese seltene Fischart. Zahlreiche Presseaktivitäten zu diesem Thema fördern die Erhaltung einer naturnahen Ybbs.
  •  Veronika Haslauer aus Würflach: Als Aufweitung eines Wassergrabens wurden ein Teich, der der Schule als Beobachtungsraum dient, und eine Streuobstwiese angelegt.
  • Franz Kronsteiner bemüht sich seit 25 Jahren um Amphibien. Er brachte während der Laichwanderung im Frühjahr jedes Jahres die Amphibien sicher über die Straße.
  • Die ASO Berndorf richtete im seit mehreren Jahren vorhandenen Naturgarten eine „grüne Klasse" ein und baute ihn mit Elementen wie einem Insektenhotel aus.
  • Die VS Traismauer beobachtete durch alle Jahreszeiten die Arbeit der Winzer.
  •  Der Schulgarten der Privatschule KreaMont wurde erweitert und z. B. mit einer Kräuterspirale ausgestattet. Die Ernte wurde sodann gemeinsam verarbeitet.
  • In der Volkschule Sollenau wurden zum Klima- und Umweltschutz verschiedene Aktionen durchgeführt. So stand z. B. eine Ortsreinigung auf dem Stundenplan.
  • Die Volksschule Neuhofen an der Ybbs bearbeitete die Themen „Erneuerbare Energie" und „Stromsparen".
  •  In der Volksschule Neuhofen an der Ybbs setzte man sich mit dem Thema „Most und Landschaft" auseinander. Ein Resultat ist das Bilderbuch „Bartl und seine Freunde".
  • Die Volksschule Deutsch-Wagram beschäftigte sich mit „Baum, Symbol des Lebens". Eine Vernissage zeigte die Ergebnisse; zudem wurde ein Kalender gestaltet.
  • Die Volksschule Amaliendorf-Aalfang führte zahlreiche Arbeiten in einem naturnahen Garten durch.
  • Die Hauptschule Traismauer fasste alte, teilweise nicht mehr gebräuchliche Ried- und Flurnamen zusammen und erklärte/publizierte das in einer Broschüre.
  • Für einen Naturlehrpfad am renaturierten Mödlingbach wurden von den Schülern des BG Mödling-Unterstufe Schautafeln entwickelt und aufgestellt.
  • Beim Projekt „Wald" der Ökohauptschule Obergrafendorf reichten die Aktivitäten von einer künstlerischen Bearbeitung bis zum Insektenhotel im Garten.
  • Die Schüler des BG St. Pölten beschäftigten mit dem Thema „Wasser". Dabei sind die Wasseranalysen aufgrund der vorkommenden Lebewesen besonders hervorzuheben.
  • Die SchülerInnen der Hauptschule Stift Zwettl setzten sich mit der akustischen Umweltverschmutzung auseinander und führten z. B. eine Lautstärkemessung durch.
  • In Niederösterreich gibt es seit Jahrmillionen in unveränderter Form Urzeitkrebse. Sie sind aber stark gefährdet, da ihre Lebensräume zerstört werden. Die BHS Wiener Neustadt setzte sich mit diesen lebenden Fossilien auseinander.
  • Eine Schülergruppe der BHS Wiener Neustadt befasste sich mit der Verwendung von Heilkräutern. So wurde in einem Lebensmittelgeschäft ein Kräuterstand betreut.

„Besonders freut mich, dass wieder die Schulen mit ihren Projekten an der Spitze der Einreichungen liegen", sagte Onodi. „Natur- und Umweltschutz genießen bei den SchülerInnen im Unterricht, aber auch in der Freizeit einen hohen Stellenwert."

„Natur- und Umweltschutz ist ein tragendes Element unserer Gesellschaft", versicherte Kadenbach. „Die Qualität der Projekte und Initiativen steigt von Jahr zu Jahr, und die Begeisterung des Beschäftigens mit Anliegen des Natur- und Umweltschutzes ist in jedem Projekt spürbar." In Niederösterreich würden pro Jahr mehr als 15 Millionen Euro für Maßnahmen der Naturpflege bis hin zu LIFE-Projekten aufgewendet.

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