16.10.2007 | 13:39

Klimaschutz ist dem Land weiterhin ein wichtiges Anliegen

Pröll: NÖ Programm zielt auf CO2-Einsparungen ab

„Klimaschutz hat in Niederösterreich eine lange Tradition und einen hohen Stellenwert. Die kürzlich erfolgte Aufnahme in die Landesverfassung hat den Klimaschutz zu einem erklärten Ziel des Landes gemacht. Niederösterreich hat damit ein weitreichendes Zeichen für die Zukunft gesetzt", betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute, 16. Oktober, in St. Pölten im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank und VP-Klubobmann Mag. Klaus Schneeberger. Dabei wurden die Maßnahmen vorgestellt, die in Niederösterreich in den nächsten Jahren im Bereich Klimaschutz geplant sind. Wie der Landeshauptmann ausführte, betreffen diese Maßnahmen, die Inhalt des in Ausarbeitung befindlichen NÖ Klimaprogramms von 2008 bis 2020 sein werden, die Schwerpunktbereiche Mobilität, Energiepolitik sowie den Bereich Bauen und Sanieren.

„Die Verlängerung des NÖ Klimaprogramms auf 2008 bis 2020 ist derzeit in Ausarbeitung und zielt auf die Einsparung von CO2 ab. Im Bereich Mobilität geht es dabei um den Vorrang für alternative Treibstoffe, den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel sowie um bauliche Maßnahmen", erläuterte Pröll. Im Zusammenhang mit den alternativen Treibstoffen existierte in Niederösterreich bereits ein flächendeckendes Versorgungsnetz, das insgesamt 14 Gastankstellen aufweise; hier sei die Errichtung weiterer 63 Tankstellen in Planung. Um künftig die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu forcieren, werde derzeit an einer Neugestaltung der so genannten „Pendlerhilfe" gearbeitet. Zu guter Letzt sei, so der Landeshauptmann, die Weiterentwicklung der Park-& Ride-Anlagen von derzeit 30.000 auf 35.000 bis 40.000 Stellplätze vorgesehen.

Im Bereich Bauen und Sanieren - in dem das Land in den kommenden fünf Jahren 1,25 Milliarden Euro in diverse Vorhaben investiert - wolle das Land eine Vorbildwirkung auslösen, so der Landeshauptmann: So sollen von den 1,25 Milliarden Euro 125 Millionen in „ökologisches Bauen" investiert werden. Ab 2008 soll es im Land zudem einen eigenen „Klimabeauftragten" geben, der ein Netzwerk bilden und Anregungen zum Klimaschutz im Land geben soll. In diesem Zusammenhang appellierte Pröll auch an die heimische Wirtschaft, dem Beispiel des Landes zu folgen.

Landesrat Plank betonte, dass „Klimaschutz in Niederösterreich ein sehr vernetztes Thema" sei und „in Zusammenhang mit der Energieversorgungssicherheit in den kommenden Jahren" stehe. Seit 2002 seien 185 Millionen Euro in klimarelevante Projekte investiert worden, und auch in Zukunft wolle man diesen Weg fortsetzen. Konkret nannte Plank die Unterstützung des Ankaufs von „Elektro-Scootern" mit 25 Prozent des Kaufpreises, die weitere Förderung von Photovoltaikanlagen oder auch die Fortsetzung von gemeinsamen Projekten mit den Gemeinden.

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