18.09.2007 | 09:06

Sondermarke zum 200. Geburtstag von Friedrich Gauermann

Präsentation im NÖ Landesmuseum in St. Pölten

Am 20. September 1807 erblickte in Miesenbach bei Wiener Neustadt Friedrich Gauermann das Licht der Welt. Anlässlich des 200. Geburtstages dieses populären Landschaftsmalers des Biedermeier bzw. des gesamten 19. Jahrhunderts bringt die „Österreichische Post AG“ heuer eine Sonderpostmarke heraus. Die Marke, deren Auflage sich auf 420.000 Stück beläuft, wird diesen Donnerstag, 20. September, um 14 Uhr im NÖ Landesmuseum in St. Pölten präsentiert. Von 10 bis 16 Uhr ist ein Sonderpostamt eingerichtet.

Die neue Briefmarke wird ab diesem Donnerstag zum Preis von 55 Cent in den größten Filialen der Post und in den beiden Philatelie.Shops der Post in der Wiener Innenstadt erhältlich sein. Zudem kann sie unter www.philatelie.at, beim Sammler-Service per e-mail an sammler-service@post.at, unter der kostenlosen Hotline 0800 100 197 oder – von KundInnen außerhalb Österreichs – unter +43/1/25025-4040 bestellt werden. Der Entwurf der neuen Briefmarke stammt von Peter Sinawehl, der Stich von Prof. Wolfgang Seidel. Gedruckt wurde die Marke in der Österreichischen Staatsdruckerei.

Friedrich Gauermann, dessen erster Lehrmeister sein Vater – der Maler, Zeichner und Kupferstecher Jakob Gauermann – war, widmete sich schon in frühester Jugend der Malerei. Für seine künstlerische Entwicklung ausschlaggebend waren erstens das Naturstudium auf dem elterlichen Bauernhof in Miesenbach und zahlreiche Reisen durch die österreichischen Alpen, zweitens die Auseinandersetzung mit der holländischen Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts und drittens die zeitgenössische Malerei aus dem Wiener Kreis um Franz Steinfeld sowie die Begegnung mit Münchner Kollegen wie Carl Rottmann, Christian Morgenstern und Heinrich Bürkel.

Vor allem bekannt war und ist der aus Niederösterreich stammende und zu den bedeutendsten heimischen Künstlern des Vormärz zählende Friedrich Gauermann für seine Tierdarstellungen, die Darstellung von Alm- und Jagdszenen bzw. bäuerlichen Themen und für seine Stallinterieurbilder. Als Vorlage für die Tierstudien dienten ihm die Haustiere rund um den Gauermannhof in Miesenbach sowie Tiere, die er bei der Jagd bzw. im Schönbrunner Tiergarten beobachten konnte. Zu Gauermanns Kunden gehörten in erster Linie das Kaiserhaus und der Hochadel; auch ins Ausland – etwa nach England, Frankreich und Russland – konnte Gauermann seine Bilder verkaufen. Seine Kunst wurde schon zu Gauermanns Lebzeiten in Form preiswerter Lithografien und Farbdrucke vermarktet und erfuhr große Verbreitung. Wenngleich Friedrich Gauermann in Wien arbeitete und lebte, blieb er seiner Heimat Zeit seines Lebens treu und zog sich oft auf den elterlichen Hof zurück. Nach seinem Tod 1862 wurde er auch auf dem Friedhof von Miesenbach beigesetzt.

Nähere Informationen: Österreichische Post AG, Michael Homola, Telefon 057767-32010, e-mail michaela.homola@post.at, bzw. NÖ Landesmuseum, Gerhard Hintringer, Telefon 02742/90 80 90-151, e-mail hintringer@landesmuseum.net, www.landesmuseum.net.


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