12.09.2007 | 10:26

NÖ Nitratinformationsdienst empfiehlt die richtige Düngermenge

Schützt das Grundwasser und hilft Kosten sparen

In Zusammenarbeit mit der NÖ Landes-Landwirtschaftskammer erweitert das Land den Nitratinformationsdienst in mehreren Schritten auf ganz Niederösterreich. Nach einem mehrjährigen erfolgreichen Testbetrieb im nördlichen Tullnerfeld konnte dieses Dienstleistungsangebot heuer auf die Grundwassergebiete im südlichen Tullnerfeld und Marchfeld ausgedehnt werden. Dabei erhalten Landwirte eine Empfehlung für eine bedarfsgerechte und grundwasserschonende Bemessung des Düngemitteleinsatzes.

Im Zuge des Projektes wurden Düngeempfehlungen für verschiedene Getreidearten bzw. Mais ausgearbeitet und den Landwirten zur Verfügung gestellt. Grundlage dafür waren Stickstoffmessungen auf etwa 70 Referenzackerflächen, die über www.nid.at abgefragt werden können. Im Jahr 2005 wurde der bisherige Verlauf der Nitratbelastung evaluiert. Ergebnis war, dass die grundwasserrelevanten Stickstoffgehalte im Boden gesenkt werden konnten. Die Gefahr einer Nitratauswaschung im Grundwasser wurde deutlich reduziert.

In Niederösterreich kann das Grundwasser in weiten Teilen des Landes ohne Aufbereitung direkt als Trinkwasser verwendet werden. Voraussetzung dafür ist ein intakter, lebendiger Boden. Auch beim Hochwasserschutz ist die Speicherfähigkeit des Bodens unverzichtbar. Der Regen sollte möglichst an Ort und Stelle zurückgehalten werden; nur gesunder Boden kann Wasser aufnehmen und die Hochwassersituation entschärfen. Die Erhaltung der Filter- und Speicherfunktion des Bodens ist somit eine wesentliche Voraussetzung für den nachhaltigen Schutz des Wassers.

Die Landwirtschaft als vorrangiger Bodenbewirtschafter ist daher ein wichtiger Partner beim verantwortungsvollen Umgang mit dem Boden und dem Wasser. Nicht zuletzt deshalb wurden im Rahmen des Regionalprogramms „Vorbeugender Boden- und Gewässerschutz“ landwirtschaftliche Bewirtschaftungsformen gefördert, die über den normalen Standard hinausgehen und besonders auf den Grundwasserschutz ausgerichtet sind.

In Niederösterreich läuft dieses Projekt für die nachhaltige Trinkwasserversorgung des Landes im unteren Ennstal, Ybbs-Urltal, Pielachtal, Tullnerfeld und Marchfeld. Im Jahr 2006 haben in diesen Gebieten etwa 930 landwirtschaftliche Betriebe mit einer Fläche von über 50.000 Hektar an dem Programm teilgenommen.

Nähere Informationen: www.nid.at


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