03.07.2007 | 12:58

Land NÖ setzt beim Alkoholkonsum Jugendlicher auf Prävention und Aufklärung

LH Pröll: Werden auch weiterhin bei diesem Thema nicht locker lassen

Niederösterreich setzt beim Alkoholmissbrauch Jugendlicher auf Prävention und auf Kontrollen. Und ist damit gut unterwegs. Laut Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll hält sich der Großteil der Veranstalter, der Wirte etc. an die vorgegebenen Regeln. Auch deshalb, so Pröll, weil sowohl die verstärkte Behördenpräsenz als auch die Sensibilisierung dieses Themas Wirkung zeige.

Seit Mitte Mai dieses Jahres wurden in Niederösterreich an sechs Wochenenden rund 400 Kontrollen bei Veranstaltungen, in Discos etc. durchgeführt. Es gab rund 20 Anzeigen im Sinne des Jugendschutzgesetzes. In drei Fällen wurde von Jugendlichen unter 16 Jahren Alkohol bis zur Bewusstlosigkeit konsumiert. „Und das ausschließlich im privaten Bereich“, so der Landeshauptmann.

Das Feiern im privaten Bereich ist für Pröll nach wie vor eine „Problemzone“ beim Alkoholkonsum Jugendlicher. Der Landeshauptmann appellierte deshalb vor allem an die Eltern und Erziehungsberechtigten, hier ihre Verantwortung wahr zu nehmen. “Wichtig ist“, so Pröll, „dass wir weiterhin bei den Jugendlichen wie auch bei den Eltern ein entsprechendes Problembewusstsein schaffen.“

In seiner letzten Sitzung vor dem Sommer hat der NÖ Landtag auch ein neues Jugendschutzgesetz beschlossen, dass nicht nur den Erwerb, sondern auch den Besitz von Alkohol strafbar macht. Dazu wird es mit Beginn des neuen Schuljahres eine verstärkte Informations- und Aufklärungsarbeit zum Thema Alkohol in den Schulen geben. Darüber hinaus kündigte der Landeshauptmann an, das im Bezirk Hollabrunn durchgeführte Pilotprojekt auf ganz Niederösterreich auszuweiten.

Im Zuge dieses Pilotprojektes wurden im Bezirk Hollabrunn alle Aktivitäten im Kampf gegen Alkoholmissbrauch Jugendlicher vernetzt und gebündelt. Dabei wurden Schulen, Vereine und Veranstalter ebenso eingebunden wie Jugendzentren und Jugendorganisationen etc. „Ziel war und ist eine verstärkte Bewusstseinsbildung aller Gesellschaftsgruppen, die mit Jugendlichen in Berührung kommen“, so der Hollabrunner Bezirkshauptmann Stefan Grusch. Damit sei es leichter, auf breitester Ebene über das Thema Alkoholkonsum Jugendlicher aufzuklären und auch zu kontrollieren, betonte Pröll.


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