22.06.2007 | 14:13

Feuerbrandbekämpfung in NÖ

Plank: Bekämpfung in Obstkulturen mit Augenmaß

Der Feuerbrand, eine Bakterienerkrankung bei Obstbäumen, tritt zur Zeit auch in Niederösterreich wieder auf. Besonders betroffen davon sind derzeit die Bezirke Amstetten, Scheibbs und Lilienfeld südlich einer gedachten Linie von Waidhofen an der Ybbs über Scheibbs bis Lilienfeld.

Ausgehend von den Zier- und Wildpflanzen wie Weiß- und Rotdorn, Cotoneasta (Zwergmispel), Felsenbirne und Feuerdorn, die die so genannten Wirtspflanzen sind, befällt der Feuerbrand die Kernobstkulturen (Äpfel, Birnen). Die ersten Anzeichen sind welke Blüten, Triebe und Früchte, bei denen sich die Spitze der jungen Triebe hakenförmig verkrümmen und die Blätter sich braun bis schwarz verfärben.

„Es ist unser erklärtes Ziel, einerseits möglichst effizient, andererseits aber in Form eines sorgsamen Umgangs mit unserer Kulturlandschaft und im wirtschaftlichen Interesse unserer landwirtschaftlichen Betriebe die Bekämpfung des Feuerbrandes im Rahmen der geltenden Gesetze mit entsprechendem Augenmaß durchzuführen“, so Agrar-Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank. Bisher gab es ein derart flächenhaftes Auftreten nicht und es war üblich, die befallenen Kulturpflanzen zu roden und zu verbrennen. Beim derzeitigen flächenhaften Befall sollen ab sofort nur die befallenen Pflanzenteile entfernt und verbrannt werden. Sicherheitshalber ist die Rodung und das Verbrennen ganzer Bäume nur bei extrem starkem Befall oder bei allein stehenden Bäumen durchzuführen.

Ein Feuerbrandbefall ist umgehend an den in jeder Gemeinde vorhandenen Feuerbrandbeauftragten zu melden. Von diesem wird die weitere Vorgangsweise in die Wege geleitet. Dem Pflanzenbesitzer entstehen bei einem Feuerbrandbefall für Abklärung oder die notwendige Rodung keine Kosten. Diese werden zur Gänze vom Land Niederösterreich getragen. „Wichtig ist mir auch darauf hinzuweisen, dass der Feuerbrand für die Gesundheit von Mensch und Tier keine Gefahr bedeutet“, betont Plank.

Weitere Informationen: Büro LR Plank, Christian Milota, e-mail christian.milota@noel.gv.at, Telefon 02742/9005-12701.


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