05.06.2007 | 11:45

„Gesundbleiben“ stärker ins Zentrum der Ausbildung rücken

Kadenbach: Soll alle NÖ Gesundheits- und Krankenpflegeschulen umfassen

„Trotz des Begriffs ‚Gesundheitssystem’ orientiert sich dieses doch vorwiegend am ‚Kranksein’. Dem ‚Gesundbleiben’ wird auf den meisten Ebenen viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Hier bildet bis jetzt die Ausbildung in den Gesundheitsberufen keine Ausnahme. Zwar ist das Thema der Gesundheitspflege in der Ausbildung prinzipiell verankert, wird aber oft in zu geringem Umfang auch umgesetzt“, so Gesundheits-Landesrätin Karin Kadenbach. Nun soll das Thema Gesundheit und Gesundheitspflege in der Ausbildung verstärkt ins Zentrum rücken. „Die Vernachlässigung des Themas führte bislang dazu, dass es zu wenig in den Köpfen der diplomierten Pflegekräfte verankert ist. Das ist aber nicht nur ein Nachteil für das gesamte Gesundheitssystem, sondern auch ein starker Nachteil für sie selber. Statistiken zeigen deutlich die Problematik auf: viele Krankenstandstage, Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates, psychische Belastungen und eine geringe Verweildauer im Beruf belegen die massive Belastung aller im Gesundheitswesen Beschäftigten“, betont Kadenbach.

Daher startet der NÖ Gesundheits- und Sozialfonds ein Projekt, das gerade in diesem Bereich gesundheitsförderliche Maßnahmen ins Zentrum rückt. „Das Projekt hat verschiedene Zielsetzungen. Einerseits soll der Ist-Zustand erhoben werden, andererseits liegt ein Schwerpunkt auf der Bewusstseinsbildung bei den Lehrpersonen und PraxisleiterInnen für das Thema Gesundheitspflege. Besonderen Stellenwert hat die Vereinheitlichung der Ausbildung im Bereich Gesundheitspflege an allen Standorten. Das Projekt soll alle Gesundheits- und Krankenpflegeschulen in Niederösterreich umfassen und in Zusammenarbeit mit der NÖ Landesklinikenholding durchgeführt werden“, erläutert Kadenbach. „Es ist wichtig und notwendig, dass in Zukunft mehr auf die Gesundheit der im Gesundheitswesen Beschäftigten Rücksicht genommen wird. Daher ist es unsere Aufgabe, die besten nur möglichen Rahmenbedingungen zu schaffen.“


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