14.05.2007 | 11:17

3. NÖ Klimatag in St. Pölten

Plank: Umweltschutz gemeinsam mit Wirtschaft und Gemeinden

Klimaschutz, Klimawandel und ungewöhnliche Temperaturschwankungen sind mittlerweile zum viel diskutierten Thema geworden. Beim dritten NÖ Klimatag im Sitzungssaal des NÖ Landtages in St. Pölten diskutieren heute, 14. Mai, Umweltschutzexperten sowie Fachleute über das NÖ Klimaprogramm und seine Nachhaltigkeit im Hinblick auf die Zukunft. Welche Maßnahmen Europa und Niederösterreich zum Schutz des Klimas leisten und welche neuen Wege in der Energiepolitik eingeschlagen werden, darüber informierten Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank und Dr. Franz Fischler, Präsident des Ökosozialen Forums Europa, vor Beginn der Tagung in einem Pressegespräch.

„Erklärter energiepolitischer Vorsatz auf dem Weg in die Zukunft ist es, die Erzeugung von Strom und Wärme aus nachwachsenden Energieträgern zu forcieren sowie eine starke Vernetzung von Landwirtschaft, Erneuerbarer Energie und Energiesparen zu ermöglichen“, betonte Plank. Um dies zu erreichen, seien Anstrengungen von der Gemeinde bis zur internationalen Ebene notwendig. In insgesamt 183 Maßnahmen habe Niederösterreich bereits große und kleine Aktionen definiert.

Eine wichtige Zielsetzung im Klimaschutzbereich ist für den Landesrat auch die Forcierung des Ökostroms. Dabei soll bis zum Jahr 2020 der Energiebedarf des Landes zur Hälfte mit nachwachsenden Rohstoffen abgedeckt werden. Mindestens ebenso wichtig seien aber die Bereiche Windenergie, Biomasse, Biogas und Photovoltaik. In diesem Zusammenhang gelte es auch, die neuen technologischen Entwicklungen im Umweltbereich nicht nur zu fördern, sondern auch offensiv für den Export zu nutzen und in heimische Arbeitsplätze umzuwandeln.

Auch durch den Verzicht auf das Auto und den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel könne jeder dazu beitragen, etwas für die Umwelt zu tun, so Plank. In diesem Zusammenhang setze das Land Niederösterreich gemeinsam mit den Gemeinden einen Schwerpunkt auf das Radfahren im Alltag. Unter dem Motto „ich RADL das“ wolle man in den nächsten Jahren die alltäglich in Niederösterreich mit dem Rad zurückgelegten Strecken verdoppeln. Dazu brauche es ein starkes Bewusstsein für das Radfahren und entsprechende Rahmenbedingungen, die das Umsteigen aufs Fahrrad erleichtern.

Laut Fischler ist der ländliche Raum ein wichtiger Schlüssel für die Energiezukunft. Der Anbau von Energiehölzern und anderen Energiepflanzen stelle eine große Chance für die heimischen Landwirte dar.

Bereits vor der Verabschiedung des „Kyoto-Protokolls“ im Jahr 1997 ist Niederösterreich im März 1993 dem Klimabündnis beigetreten und hat sich zu einer nachhaltigen ökologischen und zukunftssicheren Entwicklung bekannt. Dieses Bekenntnis hat sich in Maßnahmen wie etwa der Forcierung der Niedrigenergie- und Passivhausbauweise oder der Förderung erneuerbarer Energie niedergeschlagen. In der Folge sind rund 280 niederösterreichische Gemeinden bzw. etliche Schulen und Betriebe dem Klimabündnis beigetreten. Im Bereich der Windenergie ist Niederösterreich bereits bundesweiter Spitzenreiter: Die 500 Megawatt-Grenze konnte bereits überschritten werden, fast 350 Windräder zeichnen dafür verantwortlich.

Nähere Informationen: Büro Landesrat Plank, Christian Milota, Telefon 02742/9005-12701.


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