16.04.2007 | 11:36

Immer mehr patentfähige Erfindungen aus Niederösterreich

Gabmann: Forschungsoffensive bringt Innovationen

Im Vorjahr hat das Österreichische Patentamt 472 Erfindungen von Niederösterreichern bzw. niederösterreichischen Unternehmen registriert. Das ist ein Zuwachs von zehn Prozent gegenüber dem Jahr 2005. Besonders bei den Umweltpatenten gibt es eine starke Steigerung, schon jede zweite angemeldete Erfindung stammt aus dem ökologischen Bereich. Die meisten patenfähigen Ideen sind aus den Sparten Erneuerbare Energien, Wasseraufbereitung, Abwasserentsorgung, Abfallwirtschaft und nachhaltiges Bauen. Im Rahmen der „Patentförderung“ unterstützt das Land Niederösterreich die erstmalige Anmeldung beim Österreichischen Patentamt mit 1.500 Euro sowie den gewerblichen Rechtsschutz im Ausland mit 3.500 Euro.

In diesem Zusammenhang hat das Land Niederösterreich auch einen eigenen „Venture Capital“ Fonds mit 18 Millionen Euro eingerichtet, um technologieorientierte und wachstumsstarke Unternehmen finanziell zu unterstützen. Dabei erhalten die Betriebe keine Förderung, sondern es wird eine Minderheitsbeteiligung durch die NÖ Technologiefinanzierungsgesellschaft erworben. Ein Schwerpunkt dieses Modells ist die Ideengenerierung an Universitäten, Fachhochschulen, Forschungseinrichtungen oder dem privaten Wirtschaftssektor. Ziel dieser Strategie ist es, vor allem Forscher zu ermutigen, mit ihren Ideen und Erfindungen unternehmerisch tätig zu werden.

„Mit diesem Fördermodell soll kreativen Klein- und Mittelbetrieben geholfen werden, innovative Ideen zu sichern und in wirtschaftlichen Erfolg umzuwandeln“, betont dazu Landeshauptmannstellvertreter Ernest Gabmann. Dabei werde die bestehende Finanzierungslücke nach der Betriebsgründung geschlossen und eine Brücke von der Erfindung über die Entwicklung von Prototypen bis hin zur Serienfertigung geschlagen.

Nähere Informationen: NÖ Wirtschaftsförderung, Telefon 02742/9005-16101, www.patentamt.at.


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