12.04.2007 | 12:07

In NÖ erkranken pro Jahr rund 6.500 Menschen an Krebs

Kadenbach: 50 Prozent der Krebskrankheiten können geheilt werden

„In Österreich erkranken jährlich etwa 34.000 Menschen an Krebs, davon rund 6.500 in Niederösterreich“, sagte heute Landesrätin Karin Kadenbach im Landhaus in St. Pölten bei einem gemeinsamen Pressefrühstück mit dem Präsidenten der Österreichischen Krebshilfe Niederösterreich, Prof. Dr. Bernhard Schwarz.

Bei 29 Prozent der Männer und bei 23 Prozent der Frauen sei Krebs als eine Erkrankung des Zellen-Erbmaterials die Todesursache, erläuterte Kadenbach. Zwischen 1991 und 2000 seien in Niederösterreich pro Jahr rund 3.800 Menschen an Krebs verstorben, davon 580 an Lungenkrebs, 390 an Dickdarmkrebs, 320 an Brustkrebs, jeweils 260 an Magen- und Prostatakrebs, 120 an Leukämie und 100 an Blasenkrebs. Mittlerweile können aber rund 50 Prozent aller Krebskrankheiten geheilt werden. Wissenschaftliche Schätzungen gehen davon aus, dass bei der Anwendung aller Kenntnisse über die Krebsverhütung bis zu zwei Drittel aller Krebserkrankungen gar nicht auftreten würden. „Risikofaktoren wie Übergewicht, Rauchen, Alkohol und vor allem Bewegungsmangel spielen auch bei Krebserkrankungen eine Rolle“, meinte Kadenbach.

Niederösterreich habe sich als eines der zehn Gesundheitsziele vorgenommen, die Mortalität infolge von Krebserkrankungen bis 2010 um rund 15 Prozent und bis 2020 um weitere 10 Prozent zu senken, so Kadenbach. Am 2. Mai werde in allen Landeskliniken in Niederösterreich eine Impfaktion gegen den Gebärmutterhalskrebs angeboten; Zielgruppe seien junge Frauen und Mädchen zwischen 9 und 26 Jahren. Die drei Teilimpfungen würden durch die Förderungen des Landes um 270 statt um 600 Euro angeboten. Ein weiterer Schritt sei das NÖ Vorsorgepaket für alle NiederösterreicherInnen ab dem 18. Lebensjahr; dieses Paket, das u. a. einen Darmpolypen-Test und eine UV-Test-Karte enthält, ist kostenlos unter 02742/226 55 und besser-vorsorgen@tutgut.at erhältlich. Auch die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt seien natürlich besonders wichtig.


Zu diesem Artikel gibt es eine unterstützende Audiodatei. Diese ist zum Download nicht mehr verfügbar. Bitte wenden Sie sich an: presse@noel.gv.at

RÜCKFRAGEHINWEIS

Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Landesamtsdirektion - Pressedienst
E-Mail: presse@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-12163
Fax: 02742/9005-13550
Landhausplatz 1
3109 St. Pölten
© 2017 Amt der NÖ Landesregierung