13.03.2007 | 11:51

Durch milden Winter heuer besonders viele Zecken

Kadenbach: Jetzt ist die richtige Zeit für die Zeckenimpfung

„Bei aller Freude über den Frühling sollten wichtige Vorsichtsmaßnahmen nicht vergessen werden. Die rechtzeitige Zeckenimpfung muss auf jeden Fall auf dem Programm stehen“, macht Landesrätin Karin Kadenbach auf die entsprechende Vorsorge aufmerksam: „Heuer ist die Impfung wichtiger denn je, weil durch die milde Witterung mit besonders vielen Zecken zu rechnen ist, deren Wirtstiere, wie etwa Mäuse, zudem nur wenig dezimiert wurden.“

Frühsommer-Meningoenzephalitis FSME ist eine schwerwiegende Viruserkrankung, gegen die es, wenn sie bereits ausgebrochen ist, kein Medikament gibt. Sie wird von Zecken übertragen und führt zur Entzündung des Gehirns, der Hirnhäute und des Zentralnervensystems. „Eine FSME-Erkrankung darf auf keinen Fall auf die leichte Schulter genommen werden. Die Symptome sind oft ähnlich wie bei einer Grippe: Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber und Nackensteifigkeit. Die Krankheit kann schwere bleibende Dauerschäden wie Lähmungen auslösen, zu lang dauernder Rekonvaleszenz führen, aber auch tödlich enden“, warnt Kadenbach.

Neben FSME können Zecken aber auch Borreliose, eine bakterielle Infektion, übertragen. „Die Zeckenimpfung schützt nicht gegen Borreliose, deshalb darf ein Zeckenbiss auch trotz erfolgter Impfung nicht unterschätzt werden, weil es ohne Behandlung zu schweren Erkrankungen kommen kann. Anders als bei FSME gibt es aber bei der Borreliose durch Antibiotika gute Behandlungsmöglichkeiten. Tritt nach einem Zeckenbiss eine Rötung der Haut auf, sollte der Arzt konsultiert werden.

„Auch heuer gibt es wieder eine Impfstoffaktion. Bis zum 31. Juli kann der Impfstoff in allen Apotheken vergünstigt bezogen werden. Es ist wichtig, sich so rasch wie möglich impfen zu lassen, um die größtmögliche Sicherheit zu haben“, so Kadenbach abschließend.


Zu diesem Artikel gibt es eine unterstützende Audiodatei. Diese ist zum Download nicht mehr verfügbar. Bitte wenden Sie sich an: presse@noel.gv.at

RÜCKFRAGEHINWEIS

Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Landesamtsdirektion - Pressedienst
E-Mail: presse@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-12163
Fax: 02742/9005-13550
Landhausplatz 1
3109 St. Pölten
© 2017 Amt der NÖ Landesregierung