01.03.2007 | 11:33

Tagung zu Klimawandel & Wintertourismus in St. Pölten eröffnet

Pröll: Umweltschutz gemeinsam mit der Wirtschaft

Klimawandel-Fachtagung im NÖ Landhaus: Im Bild Univ. Prof. Dr. Stefan P. Schleicher, Uni Graz, Dr. Herbert Formayer, Boku Wien, LH Dr. Erwin Pröll, Dr. Simon Gspan, Edinger Tourismusberatung Innsbruck und Mag. Andreas Reiter, ZTB Zukunftsbüro Wien, v.l.n.r
Klimawandel-Fachtagung im NÖ Landhaus: Im Bild Univ. Prof. Dr. Stefan P. Schleicher, Uni Graz, Dr. Herbert Formayer, Boku Wien, LH Dr. Erwin Pröll, Dr. Simon Gspan, Edinger Tourismusberatung Innsbruck und Mag. Andreas Reiter, ZTB Zukunftsbüro Wien, v.l.n.r© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Ausbleibender Schnee im Winter und ungewöhnliche Temperaturschwankungen sind mittlerweile ein viel diskutiertes Thema geworden. Bei einer Tagung des Club Niederösterreich im Sitzungssaal des NÖ Landtages in St. Pölten diskutierten heute, 1. März, Umweltschutzexperten sowie Tourismusfachleute über den Klimawandel und seine möglichen Folgen im Hinblick auf die Zukunft des Wintertourismus. Welche Maßnahmen Niederösterreich zum Schutz des Klimas leistet und welche neuen Wege in Energiepolitik und Tourismus eingeschlagen werden, darüber informierte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll in seiner Eröffnungsrede.

„Von den rund sechs Millionen Nächtigungen in Niederösterreich im Jahr 2006 entfallen lediglich fünf Prozent auf die heimischen Wintersportorte“, betonte Pröll. Vereinzelt würden aber Tourismusregionen mit starkem Tagesschiaufkommen Einbußen von bis zu 30 Prozent verzeichnen. Betroffen von dieser Entwicklung seien nicht nur Gemeinden, Liftbetreiber, Gastronomie und Hotellerie, sondern auch Arbeitnehmer, die ihre Jobs verlieren, und Landwirte, die auf wichtige Zu- und Nebenerwerbsquellen verzichten müssten. Deshalb setze auch die Tourismusstrategie des Landes auf neue Kundengruppen in wetterunabhängigen Segmenten, den Ausbau des Wellness- und Gesundheitstourismus sowie auf die Nutzung des Potenzials von Natur und Wandern. Darüber hinaus gelte es, Kulinarik und Genuss auf höchstem Niveau anzubieten sowie in ein vielfältiges Kunst- und Kulturangebot zu investieren, so Pröll.

Ein wichtiger Schwerpunkt im Klimaschutzbereich ist für den Landeshauptmann auch das Projekt „Energiezukunft NÖ“. Dabei soll bis zum Jahr 2020 der Energiebedarf des Landes zur Hälfte mit nachwachsenden Rohstoffen abgedeckt werden. Mindestens ebenso wichtig seien aber die Bereiche Windenergie, Biomasse und Biogas. Dabei gelte es auch, die neuen technologischen Entwicklungen im Umweltbereich nicht nur zu fördern, sondern auch offensiv zu nutzen und in heimische Arbeitsplätzen umzuwandeln.

Bei der Windenergie ist Niederösterreich bereits bundesweiter Spitzenreiter: Die 500-Megawatt-Grenze konnte bereits überschritten werden, 333 Windräder zeichnen dafür verantwortlich. Außerdem gewinnt die alternative Treibstoffproduktion immer mehr an Bedeutung. So werden in den nächsten Monaten neue Biodieselanlagen in Krems und Hohenau errichtet.

Seit Mitte der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts führt besonders der rasche Temperaturanstieg im Alpenraum zu einem Rückzug der Gletscher und einer Verschiebung der Vegetation in höhere Bereiche. Seit dieser Zeit ist das Thema Klimaschutz dem Land Niederösterreich ein besonderes Anliegen. Bereits vor der Verabschiedung des „Kyoto-Protokolls“ im Jahr 1997 ist Niederösterreich im März 1993 dem Klimabündnis beigetreten und hat sich zu einer nachhaltigen ökologischen und zukunftssicheren Entwicklung bekannt.

Dieses Bekenntnis hat sich in Maßnahmen wie etwa der Forcierung der Niedrigenergie- und Passivhausbauweise oder der Förderung erneuerbarer Energie niedergeschlagen. In der Folge sind rund 280 niederösterreichische Gemeinden bzw. etliche Schulen und Betriebe dem Klimabündnis beigetreten.

Nähere Informationen: www.clubnoe.at.


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