16.02.2007 | 14:16

Sobotka zu den Arbeitszeiten von Medizinern

Land zieht mit Spitalsärzten an einem Strang

Man habe mit den Spitalsärzten ein Jahr lang über die Arbeitszeiten verhandelt, so Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka heute in einer Pressekonferenz in St. Pölten. Jetzt hätten alle Krankenhäuser, die keine Betriebsvereinbarung hatten, entweder eine Unterschrift geleistet oder eine Willenserklärung abgegeben, dass diese Unterschrift demnächst folgen werde. Bei den Betriebsvereinbarungen zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer sei man zu vielen Kompromissen bereit gewesen, die Verhandlungen seien schließlich trotz „Störfeuer“ erfolgreich abgeschlossen worden, sagte der NÖGUS-Vorsitzende. Pro Woche dürfe eine Ärztin/ein Arzt mit einem halben Jahr Durchrechnungszeitraum im Schnitt 60 Stunden arbeiten. Bei personellen Engpässen könne man kurzfristig die Arbeitszeit der Ärztinnen/Ärzte auf 72 Stunden pro Woche erhöhen. Parallel dazu werde es in den nächsten drei Jahren eine Studie über die Arbeitsplatzsituation der Spitalsärzte geben. „Das Land Niederösterreich zieht mit seinen Spitalsärzten an einem Strang“, sagte Sobotka. Immerhin würden sich zwischen 89 und 95 Prozent der PatientInnen in niederösterreichischen Krankenhäusern bestens medizinisch und pflegerisch betreut fühlen, zitierte Sobotka aus einer jüngst vorgestellten Umfrage.

Das NÖ Spitalsärztegesetz sei bereits ausverhandelt, werde im April 2007 beschlossen und bringe eine Lohnerhöhung von 10,13 Prozent, so Sobotka weiter. Bei der Übernahme von Krankenhäusern hätte das Land stets eine Standortgarantie abgegeben, schon wegen der notwendigen dezentralen Versorgung, meinte der Landesrat zu den immer wieder auflebenden Gerüchten um eine Schließung von niederösterreichischen Spitälern. „Die Menschen fühlen sich in kleinen, überschaubaren Einheiten wohler.“ Auch Niederösterreichs Patienten- und Pflegeanwalt Dr. Gerald Bachinger hob die Wichtigkeit von Krankenhausstandorten in Wohnungsnähe hervor.


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