19.01.2007 | 13:23

Minoritenkloster Krems-Stein wird revitalisiert

Spatenstich für Frohner-Forum, Krenek-Dokumentation und Museum Stein

In Krems/Stein erfolgte heute, Freitag, 19. Jänner, der Spatenstich für die Revitalisierung des Minoritenklosters, das zu einem außergewöhnlichen Kultur- und Kommunikationszentrum ausgebaut wird. Typologisch handelt es sich bei dem Gebäude um eine zweigeschossige Vierflügelanlage, die an die Nordseite der Minoritenkirche angebaut ist. Die Bausubstanz reicht bis ins Mittelalter zurück, das heutige Erscheinungsbild wurde vor allem durch die Umbauten des Barock geprägt.

Strukturell lässt sich das Projekt in drei Bereiche gliedern: Minoritenkirche, Minoritenkloster und Neubau im Klostergarten; die Kirche wurde bereits 2004 zum Klangraum Krems umgebaut und wird seither intensiv genutzt. In Zukunft soll der Komplex das Frohner-Forum, die Ernst Krenek-Dokumentation, das Museum Stein und die NÖ-Festival GmbH. beherbergen. Kirche und Kloster befinden sich im Eigentum der Stadt Krems, Mieter und Betreiber sind die Ernst Krenek-Dokumentation-Betriebsgesellschaft, die Kunsthalle Krems Betriebsgesellschaft und die NÖ-Festival GmbH. Die Investitionen trägt das Land Niederösterreich.

Der Klosterhof soll inklusive historischem Kreuzgang in seinen ästhetischen Urzustand rückgeführt und als Raum für diverse Veranstaltungen im Freien genützt werden, auch der Klostergarten wird den Besuchern zugänglich gemacht. Der Neubauteil, die Ausstellungshalle des Frohner-Forums, ist im Klostergarten im Anschluss an das zentrale Foyer situiert, ein Glasgang verbindet die beiden Bauteile und bietet Raum für Skulpturen. Im Obergeschoss des Altbaus werden die Ernst Krenek-Dokumentation und - im Westtrakt des Klosters - das Museum Stein über eine Prunkstiege erschlossen.

Das als Erweiterung des Spektrums der Kunsthalle Krems konzipierte Frohner-Forum soll ab September 2007 nicht nur Werke Frohners zeigen, sondern dient auch der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst. Geplant sind Ausstellungszyklen, die neben den Arbeiten Frohners aus seinem gesamten Schaffensbereich auch Werke der internationalen Kunst präsentieren, z. B. eine Ausstellung mit Objekten von Joseph Beuys.

Die Ernst Krenek-Dokumentation (geplante Eröffnung: Sommer 2008) richtet sich sowohl an (Kultur)Touristen wie an Musikliebhaber und die Fachwelt. Ihr Aufbau bietet explizit auch für junge Menschen und Schüler einen idealen Einstieg in die Welt der Neuen Musik und in das Schaffen Kreneks. Die Ernst Krenek-Dokumentation entsteht in enger Kooperation mit der an der Donau-Universität Krems ansässigen Ernst Krenek-Institut-Privatstiftung.

Das Museum Stein wird sich ab Sommer 2008 dem architektonischen und ästhetischen Erbe der Stadt Stein widmen. In zwei Galerieräumen werden neben historischen Fotos vor allem künstlerische und Dokumentar-Bilder von zeitgenössischen Fotografen gezeigt, die sich auf besondere Weise mit dieser Stadt auseinandersetzen. Ein bis zweimal im Jahr soll ein Wechsel der Exponate erfolgen.

Nähere Informationen für Frohner-Forum und Museum Stein unter 02732/90 80 10-29, Mag. Christian Bauer, für die NÖ-Festival GmbH. unter 0676/88 01 03 30, Martin Walitza, für die Ernst Krenek-Dokumentation unter 0676/88 01 04 51, Mag. Albrecht Großberger, bzw. beim Magistrat Krems unter 02732/801-223, Gabriele Heindl, e-mail presse@krems.gv.at und www.krems.gv.at.


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