08.01.2007 | 10:09

Gartentherapie an der Donau-Universität Krems

NÖ übernimmt Vorreiterrolle bei alternativen Therapieformen

Mit dem neuen Lehrgang für Gartentherapie, der an der Donau-Universität Krems angelaufen ist, übernimmt Niederösterreich eine Vorreiterrolle in der Etablierung alternativer Therapieformen. „Nachdem sich das Land schon seit vielen Jahren auch für die Errichtung von Therapiegärten in den verschiedenen Landeseinrichtungen engagiert, bildet man jetzt auch die Mitarbeiter in Spitälern und Heimen speziell für die Gartentherapie aus“, erklärt dazu Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka. Derzeit gebe es in den Heimen in Niederösterreich bereits 21 Therapiegärten, 13 weitere seien geplant. Gleichzeitig werde auch die Forschung auf diesem Gebiet weiter vorangetrieben.

Die Gartentherapie wurde bereits zu Zeiten von Sigmund Freud angewandt, geriet später aber in Vergessenheit. Diese Therapieform umfasst den zielgerichteten Einsatz der Natur zur Steigerung des psychischen und physischen Wohlbefindens der Menschen. Neben Therapiegründen wie Behinderung, Demenz oder Morbus Alzheimer sind es auch Krankheitsbilder wie Depressionen oder Traumatisierungen, bei denen die Gartentherapie zur Anwendung gelangt. Sie ist eine ganzheitliche und zudem kostengünstige Maßnahme, die hohe Erfolgsquoten verspricht.

Zielgruppe des Lehrgangs an der Donau-Universität Krems, der über vier Semester berufsbegleitend geführt wird, sind Personen, die bereits in therapeutischen Einrichtungen arbeiten: Mediziner, Therapeuten, Kranken- und Altenpfleger, aber auch Biologen, Gartenarchitekten oder Menschen mit abgeschlossener gärtnerischer Ausbildung bzw. Sozialarbeiter und ähnliche Berufsgruppen.

Der Lehrgang – für maximal 30 Teilnehmer – wird am Zentrum für Chinesische Medizin und Komplementärmedizin an der Donau-Universität Krems abgehalten. Für Leiterin Dr. Andrea Dungl-Zauner wird damit im deutschsprachigen Raum Pionierarbeit für diese zukunftsweisende Therapieform geleistet. Schon am ersten, jetzt laufenden Lehrgang nehmen Interessenten aus Deutschland und Italien teil.

Nähere Informationen: www.donau-uni.ac.at, www.oegg.or.at.


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